Karin Doppelbauer ist die Budget-Sprecherin der NEOS. Sie sagt, dass der Staat sparen muss. Trotzdem gibt es Investitionen, zum Beispiel in Bildung. Der Budget-Sprecher der Grünen, Jakob Schwarz, sieht das anders. Er meint, dass junge Menschen die Verlierer des Budgets sind. Er kritisiert Einsparungen, zum Beispiel im Klimaschutz.
Das bringt das Doppelbudget 2027/28 für junge Menschen
Es gibt Investitionen, aber auch Einsparungen. Regierung und Opposition bewerten das unterschiedlich.
Wichtige Budget-Bereiche für Jugendliche
Diese Bereiche des Doppelbudgets für 2027 und 2028 sind für junge Menschen besonders wichtig:
Der Bereich Familie und Jugend gehört zum Bundeskanzleramt. Er finanziert Maßnahmen für Jugendliche. 2027 sind dafür 9,55 Milliarden Euro geplant. Die Hälfte davon, 4,37 Milliarden Euro, geht in die Familienbeihilfe. Diese wird bis 2028 nicht erhöht.
Die UG 25 finanziert auch Freifahrten für Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge mit 811 Millionen Euro. Für das Zivildienstgeld stehen 68 Millionen Euro bereit.
Ein weiterer Posten ist die Förderung für Familien-Beratungsstellen und Gewalt-Prävention.
Für "jugendpolitische Maßnahmen" gibt es auch 2027 und 2028 insgesamt je 11,1 Millionen Euro. Damit werden außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit gefördert. Dazu zählen Pfadfinder genauso wie Blasmusik.
Ein wichtiger Budgetbereich für junge Menschen ist die Finanzierung des Bildungs-Systems. Das ist auch in den Jahren 2027 und 2028 ein Schwerpunkt. Dafür sind 2027 insgesamt 12,86 Milliarden Euro vorgesehen. Das ist ein Plus von 2,5 Prozent. Ein Grund dafür sind die steigenden Kosten bei Personal und Gebäude-Infrastruktur.
2027 stehen 130 Millionen Euro für besondere Maßnahmen zur Verfügung. 2028 werden es 210 Millionen Euro sein. Sie sind für das zweite verpflichtende Kindergartenjahr, den Ausbau von ganztägigen Schulformen und für Personal für psychosoziale Unterstützung in den Schulen vorgesehen. Das Bildungsministerium will 92 zusätzliche Schulpsychologinnen und Schulpsychologen aufnehmen.
Im Bildungsbereich gibt es auch Einsparungen. Die sogenannte Geräte-Initiative wird verschoben. Ab Herbst 2027 bekommen Schülerinnen und Schüler Laptops erst ab der 6. Schulstufe. Damit sollen 2027 30 Millionen Euro und 2028 sogar 50 Millionen Euro eingespart werden.
Bewegung und Sport sollen einen festen Platz im Alltag von Kindern und Jugendlichen haben. Das Sportministerium finanziert die tägliche Bewegungseinheit und verbindet dafür Bildungseinrichtungen mit Sportvereinen. Das Sportministerium fördert auch verschiedene Programme für den Jugend- und Nachwuchssport.
Das Arbeitsmarktservice (AMS) hat spezielle Programme zur Bekämpfung der Jugend-Arbeitslosigkeit. Für die Finanzierung der Ausbildungspflicht bis 18 Jahre werden seit 2020 jährlich 57 Millionen Euro bereitgestellt. Die Studienbeihilfe kommt aus dem Teilbudget Frauen, Wissenschaft und Forschung (UG 31). Für 2027 sind wegen der Erhöhung insgesamt 394,4 Millionen eingeplant. Das ist ein Plus von 11,8 Millionen Euro. Für die Förderung von Studierenden-Wohnheimen stehen 10 Millionen Euro pro Jahr bereit.
NEOS-Budgetsprecherin Doppelbauer hebt die Investitionen in Bildung, Chancen-Gerechtigkeit und psychosoziale Gesundheit hervor.
Doppelbauer: Trotz Spardrucks gezielte Investitionen in Zukunftsbereiche
NEOS-Budgetsprecherin Karin Doppelbauer betont die Investitionen in Bildung, Chancen-Gerechtigkeit und psychosoziale Gesundheit. Sie sagt, dass trotz Spar-Druck gezielt in wichtige Bereiche investiert wird.
Laut Doppelbauer gibt es 130 Millionen Euro mehr für Bildung. Für die Armutsbekämpfung bei Kindern und Jugendlichen stehen 60 Millionen Euro bereit. Ab 2028 werden es 65 Millionen Euro sein. 40 Millionen Euro gehen an bessere Chancen für junge Menschen. 10 Millionen Euro fließen in tägliche Bewegungseinheiten. Ab den nächsten Jahren werden es 15 Millionen Euro sein.
Es gibt aber auch Einsparungen im Budget. Zum Beispiel wird die Geräte-Initiative verschoben. Schülerinnen und Schüler bekommen Laptops erst ab der 6. Schulstufe.
Laut dem Budgetsprecher der Grünen müssen junge Menschen die Einsparungen im Klimabereich später selbst bezahlen.
Schwarz: Junge Menschen sind die Verlierer dieses Doppelbudgets
Der Budget-Sprecher der Grünen, Jakob Schwarz, kritisiert das Budget. Er sagt, junge Menschen sind die Verlierer des Doppelbudgets. Es gibt Einsparungen in Bereichen, die junge Menschen betreffen. Schwarz meint, die Regierung spart an der Zukunft, um am Bestehenden so wenig wie möglich zu ändern. Junge Menschen nutzen oft den öffentlichen Verkehr. Einsparungen und höhere Kosten treffen sie besonders. Gleichzeitig gibt es genug Geld für Straßenbau. Klimaschädliche Subventionen werden sogar noch ausgebaut.
Auch im Wissenschaftsbereich wird gespart. Schwarz befürchtet, dass das Studienangebot schlechter wird. Beim Bildungs-Budget wird nicht gespart, aber Reformen fehlen. Schülerinnen und Schüler bekommen Laptops erst ab der 6. Schulstufe. Das Fach "Digitale Grundbildung" beginnt aber schon in der 5. Schulstufe.
Schwarz kritisiert die Schwerpunkte im Doppel-Budget 2027/28. Trotz Spar-Zwang gibt es 2 Milliarden Euro für Unternehmen. Familien bekommen dafür weniger Leistungen. Menschen mit wenig Einkommen haben durch höhere Abgaben weniger Geld. Schwarz schlägt vor, Erneuerbare Energien auszubauen. Das senkt Energiekosten und hilft auch jungen Menschen.
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