News in einfacher Sprache 15.01.2026, 09:49

Der Pilnacek-Untersuchungsausschuss hat mit Befragungen begonnen

Im Pilnacek-Untersuchungsausschuss geht es um den Tod von Christian Pilnacek. Christian Pilnacek war ein hoher Beamter im Justizministerium. Die Abgeordneten wollen wissen, ob Politikerinnen und Politiker bei den Ermittlungen zum Tod von Christian Pilnacek Einfluss genommen haben. Der Untersuchungsausschuss hat zuerst einen Mitarbeiter der ViaDonau GmbH befragt. Der Mitarbeiter hatte die Leiche von Christian Pilnacek am 20. Oktober 2023 in der Gemeinde Rossatz gefunden. Außerdem befragt der Untersuchungsausschuss ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rossatz und einen Polizisten. Beide waren bei der Bergung der Leiche dabei.

Der Pilnacek-Untersuchungsausschuss hat am 15. Jänner mit der Befragung von Auskunftspersonen begonnen.

Vor den Befragungen haben die Abgeordneten den Ort besichtigt, an dem die Leiche von Pilnacek gefunden worden ist. Außerdem sind der Ausschussvorsitzende Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, die Verfahrensrichterin Christa Edwards und die Verfahrensanwälte Andreas Joklik und Michael Kasper dabei gewesen.

Nationalratspräsident Walter Rosenkranz ist der Meinung, dass der Untersuchungsausschuss alles genau und vollständig klären soll. Eine Mehrheit der Parteien ist für eine Besichtigung des Ortes gewesen, an dem die Leiche gefunden worden ist. Auch die Verfahrensrichterin hat das sinnvoll gefunden, sagt Rosenkranz.

19.082 Aktenseiten

Die Abgeordneten haben Dokumente für ihre Arbeit bekommen. Es gibt 1.219 Dateien mit 2,74 Gigabyte Daten bzw. 18.738 Aktenseiten. Es gibt außerdem 344 Seiten auf Papier. Diese Seiten sind vertraulich, geheim oder streng geheim: 240 Seiten sind vertraulich, 64 Seiten sind geheim, 40 Seiten sind streng geheim. Die meisten Dokumente kommen vom Justizministerium, dem Landesgericht für Strafsachen Wien und der Volksanwaltschaft. Das Innenministerium hat 124 Dateien mit ungefähr 540 Seiten und 40 Seiten auf Papier geliefert.

Zum Vergleich: Der Rot-Blaue-Machtmissbrauch-Untersuchungsausschuss hat mehr als 3,3 Millionen Seiten bekommen. Der COFAG-Untersuchungsausschuss hat 1,4 Millionen Seiten bekommen.

Nächste Befragungen am 28. und 29. Jänner

Die FPÖ hat den Untersuchungsausschuss gefordert. Er soll klären, ob Politikerinnen und Politiker bei den Ermittlungen zum Tod Pilnaceks Einfluss genommen haben. Die FPÖ denkt, dass die Polizei zu schnell entschieden hat, dass es ein Selbstmord gewesen ist. Die FPÖ sagt, dass die Polizei wichtige Beweise nicht gesichert hat.

Die Abgeordneten wollen in den nächsten Wochen mehrere Personen befragen. Unter anderem die Ärztin, die zum Fundort der Leiche gerufen worden ist, die Staatsanwältin, die die Untersuchung von Pilnacek angeordnet hat und Polizistinnen und Polizisten, die mit dem Fall zu tun haben.

Außerdem wird der Untersuchungsausschuss Journalistinnen und Journalisten befragen, die über den Fall Pilnacek geschrieben haben. Der Untersuchungsausschuss wird auch Privatpersonen befragen, die Pilnacek gekannt haben. Die Befragungen gehen am 28. und 29. Jänner weiter. Bis Anfang Juli soll es an 21 Tagen Befragungen geben.

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