News in einfacher Sprache 17.06.2026, 16:02

EU-Hauptausschuss diskutiert über Ukraine, Nahen Osten und EU-Budget

Diese Woche kommen die Staats- und Regierungs-Spitzen der EU-Länder in Brüssel zu einer Tagung des Europäischen Rats zusammen. Davor waren Bundeskanzler Christian Stocker und Europaministerin Claudia Bauer im EU-Hauptausschuss zu Gast. Im Mittelpunkt standen die Situation in der Ukraine und die Lage im Nahen Osten. Weiteres Thema war der Mehrjährige Finanzrahmen der EU.

Stocker sagte, dass die Bemühungen um Frieden im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stocken. Er unterstützt die Forderung, dass Europa sich stärker im Friedensprozess beteiligt. Außerdem befürwortet er das 21. Sanktions-Paket gegen Russland.

Die Ukraine will Mitglied der EU werden. Zuletzt ist Bewegung in den Beitrittsprozess gekommen. Stocker hielt fest, dass es keine Abkürzungen oder Schnellverfahren geben kann. Die Ukraine und Moldau erfüllen aber die Voraussetzungen für den nächsten Schritt. Er geht daher davon aus, dass ein einstimmiger Beschluss zur Eröffnung der ersten Verhandlungsrunde gefasst werden wird.

Bundeskanzler Christian Stocker gab Auskunft über die EU-Perspektive der Ukraine.

Stocker und Bauer zu Nahem Osten und Budget

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran ist für den Bundeskanzler Anlass für "vorsichtigen Optimismus". Es kommt nun darauf an, dass die vereinbarten Punkte auch umgesetzt werden. Besonders wichtig ist, dass die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet wird.

Europaministerin Claudia Bauer sprach über den Mehrjährigen Finanzrahmen, also das EU-Budget für die Jahre 2028 bis 2034. Es sind Kürzungen geplant, aus Sicht Bauers aber zu wenig. Österreich bleibt bei seiner Position, dass es deutliche Kürzungen geben muss.

Grüne scheitern mit Anträgen

Die Grünen wollten der Regierung Verhandlungspositionen zu mehreren Themen mit nach Brüssel geben.

Sie stellten einen Antrag auf Stellungnahme für Sanktionen gegen die israelischen Minister Ben-Gvir und Smotrich. Die beiden ultrarechten Minister unterstützen den Ausbau von israelischen Siedlungen im Westjordanland und fallen immer wieder mit radikalen Wortmeldungen zu Palästina auf.

Die Grünen stellten auch den Antrag, dass die Grenzpartnerschaft mit den USA auf Basis der Grundrechte ausgestaltet werden muss.

In einem weiteren Antrag sprachen sie sich gegen Chat-Kontrollen ohne Anlass aus. Sie blieben aber mit ihren Anträgen in der Minderheit.