News in einfacher Sprache 29.05.2024, 20:03

EU-Wahl am 9. Juni: Heftige Diskussionen im Bundesrat

Am 9. Juni 2024 wählen die Österreicherinnen und Österreicher ihre Mitglieder zum EU-Parlament. Im Nationalrat gab es zu diesem Thema schon heftige Diskussionen, denn die Parteien haben unterschiedliche Einstellungen zur EU und zur Politik der EU. 10 Tage vor der Wahl gab es auch im Bundesrat ähnliche Diskussionen.

Die FPÖ forderte in einer Dringlichen Anfrage an Bundeskanzler Karl Nehammer, die Regierung müsse "den EU-Wahnsinn stoppen". Die FPÖ kritisiert vor allem die Einwanderungs-Politik der EU, die Sanktionen gegen Russland, den "Green Deal" und die Maßnahmen der EU im Rahmen der Corona-Pandemie.

Die anderen Parteien waren gegen das Motto "Festung Europa". Außerdem warfen sie der FPÖ vor, dass sie die EU und die Demokratie zerstören will.

Staatssekretärin Claudia Plakolm vertrat den Bundeskanzler und rief die Abgeordneten zur Arbeit für ein besseres Europa auf. Sie betonte auch die vielen Vorteile, die Österreich durch die Mitgliedschaft in der EU hat. Sie übte aber auch Kritik am sogenannten Verbrenner-Verbot, das die EU vereinbart hat. Mit diesem Verbot will die EU Fahrzeuge mit Benzin- und Dieselmotoren in einigen Jahren verbieten. Staatssekretärin Plakolm findet es falsch, dass man nur auf Elektro-Mobilität setzt. Auch in der Aktuellen Stunde mit Europa-Ministerin Karoline Edtstadler ging es um die Zukunft der EU.

Begriffe einfach erklärt

Die Arbeit im Parlament ist sehr umfangreich und vielfältig. Es gibt viele Fachbegriffe. Diese Begriffe werden auf der Parlaments-Website einfach verständlich erklärt: 

Begriffe einfach erklärt

Kein Einspruch im Bundes­rat gegen die Beschlüsse des National­rats

Der Nationalrat hat am 15. Mai mehrere Gesetze und Gesetzes-Änderungen beschlossen. Der Bundesrat hat diese Beschlüsse ohne Einspruch bestätigt. Die Beschlüsse betreffen

  • Änderungen im Klimabonus-Gesetz:
  • Änderungen zum Nationalen Emissionszertifikate-Gesetz
  • Änderung zum Emissions-Gesetz Luft
  • Klimabonus zwischen 145 € und 290 € als Ausgleich zur CO2-Steuer im Jahr 2024
  • Einheitliche Ladekabel für Mobiltelefone, Notebooks, Digital-Kameras und andere elektronische Geräte
  • die Beteiligung Österreichs am Internationalen Währungsfonds, kurz IWF
  • Erleichterungen bei der Übergabe von Betrieben innerhalb einer Familie
  • Zeitlich begrenzte Zins-Zuschüsse vom Bund für Wohnbauförder-Darlehen der Bundesländer

Für Entschließungsanträge der Opposition gab es keine Mehrheit. Diese Anträge betrafen unter anderem folgende Themen:

  • Ein neues Klimaschutz-Gesetz: Antrag der SPÖ
  • Die Wohnbau-Milliarde des Bundes soll auch für den Bau und die Sanierung von Gemeindewohnungen verwendet werden können: Antrag der SPÖ
  • Kritik, dass Anträge für manche Förderungen nur noch online gestellt werden können (Kritik der FPÖ)
  • Recht auf analoge Dienstleistungen (Forderung der FPÖ), das heißt Dienstleistungen, die man ohne Internet-Zugang erhalten kann.