News in einfacher Sprache 23.09.2026, 20:17

FPÖ will höhere Strafen für Kindesmissbrauch

Die Regierungsparteien haben einen Antrag gestellt, in dem es um umfassenden Kinderschutz geht. Der Antrag ist einstimmig angenommen worden.

Die FPÖ hat einen Dringlichen Antrag an die Bundesregierung gerichtet. Der Grund dafür ist ein aktueller Fall von Kindesmissbrauch. Die FPÖ sagt, die Regierung müsse "Verantwortung übernehmen, Strafen verschärfen und Kinderschutz ausbauen". Die Freiheitlichen glauben, dass die Strafen für den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen zu niedrig sind.

Die Abgeordneten haben diesem Antrag aber nicht zugestimmt. Auch ein Antrag der Grünen hat keine Mehrheit bekommen. Die Grünen wollten ein großes Programm für Schutz und Vorbeugung.

Ein Antrag der Regierungsparteien ist aber einstimmig angenommen worden. Zum Beispiel soll Österreich neue EU‑Regeln gegen sexuellen Missbrauch von Kindern sofort übernehmen. Außerdem soll es mehr Kinderschutz geben, auch im Internet.

Die FPÖ will viel strengere Strafen für sexuellen Missbrauch von kleinen Kindern und Jugendlichen. Sie will auch strengere Strafen für Menschen, die Bilder von Missbrauch besitzen.

Sporrer: Nicht nur beim Strafgesetz ansetzen

Justizministerin Anna Sporrer hat gesagt, dass für den Kinderschutz nicht nur das Strafgesetz wichtig ist. Sie hat angekündigt, dass Österreich die entsprechenden Vorgaben der EU bald umsetzen wird. Die Ministerin hat auch gesagt, dass vor allem Männer für Gewalt gegen Kinder und Frauen verantwortlich sind. Das liegt oft an alten Denkmustern, in denen Männer glauben, sie seien stärker oder wichtiger als Frauen.

Justizministerin Anna Sporrer sagt: Gewalt an Kindern ist keine Privatsache. Sie geht alle etwas an.