Die EU-Verordnung
Die EU hat ein neues Europäisches Medienfreiheits-Gesetz beschlossen. Es soll die europäischen Medien stärken. Außerdem soll es dafür sorgen, dass es viele unterschiedliche Medien mit verschiedenen Ausrichtungen gibt.
Die EU hat ein neues Europäisches Medienfreiheits-Gesetz beschlossen. Es soll die europäischen Medien stärken. Außerdem soll es dafür sorgen, dass es viele unterschiedliche Medien mit verschiedenen Ausrichtungen gibt.
Österreich will die EU-Verordnung mit einem großen Gesetzes-Paket umsetzen. Ein Teil davon sind die geplanten Änderungen des ORF-Gesetzes.
Die Regierung hat dazu erklärt: Unabhängige Medien sind wichtig. Sie helfen dabei, dass sich Menschen ihre eigene Meinung bilden können. Sie schützen die Demokratie.
Der Verfassungs-Ausschuss hat das Gesetzes-Paket besprochen. Die Regierungs-Parteien haben dafür gestimmt. Jetzt kann der Nationalrat darüber entscheiden.
Die Arbeit im Parlament ist sehr umfangreich und vielfältig. Es gibt viele Fachbegriffe. Diese Begriffe werden auf der Parlaments-Website einfach verständlich erklärt:
Generaldirektor oder Generaldirektorin ist die höchste Position beim ORF. Die Person ist für 5 Jahre in dieser Position, dann wird die nächste Person bestimmt.
Bisher wurde die Position 6 Monate vor Ende der Amtszeit ausgeschrieben. In Zukunft sollen es 9 Monate sein.
Die nächste Amtszeit beginnt Anfang 2027. Hier gilt eine Übergangs-Regelung von 8 Monaten. Die Position muss also spätestens Anfang Mai 2026 ausgeschrieben sein.
Dann wird eine Nachfolge für Roland Weissmann gesucht. Er war bisher ORF-Generaldirektor. Aber er ist aufgrund von Vorwürfen zurückgetreten.
Durch die Änderungen im ORF-Gesetz gibt es auch genauere Vorgaben: einerseits dafür, welche fachlichen Voraussetzungen man für die Position braucht. Andererseits dafür, wie die Ausschreibung aussehen muss.
Der Stiftungsrat bekommt auch neue Vorgaben, wie er Personen auswählen muss. Es muss ein klares, offenes Verfahren geben, das niemanden diskriminiert.
Das gilt für den ORF-Generaldirektor oder die ORF-Generaldirektorin. Es gilt aber auch für die weiteren ORF-Direktorinnen und ORF-Direktoren sowie für die Landesdirektorinnen und Landesdirektoren.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann man die ORF-Führung absetzen, bevor ihre Amtszeit endet. Auch dafür gibt es neue, klare Bestimmungen.
Anfang 2027 beginnt die neue Amtszeit der ORF-Führung.
Das Gesetzes-Paket betrifft nicht nur das ORF-Gesetz. Auch in anderen Bereichen bringt es Änderungen:
In Zukunft soll es auch eine zentrale Datenbank geben. Darin wird gespeichert, welche Personen wie viel Anteile von Medien besitzen. Die Medien-Behörde KommAustria soll die Datenbank führen.
Die Grünen finden das große gesetzes-Paket grundsätzlich gut. Sie kritisieren aber eine Sache: Für Regierungs-Werbung in Medien gibt es strenge Vorgaben. Diese sollen jetzt gelockert werden. Die Grünen befürchten, dass man die Vorgaben dadurch leichter umgehen kann.
Die FPÖ sieht das Europäische Medienfreiheits-Gesetz allgemein kritisch.
Der Verfassungs-Ausschuss hat auch einem weiterem Gesetz zugestimmt: dem "Politische-Werbung-Gesetz". Auch damit soll eine EU-Verordnung umgesetzt werden.
In Österreich überwachen diese EU-Vorgaben in Zukunft die Datenschutz-Behörde und die KommAustria.
Die EU-Verordnung gilt seit Herbst 2025 und gibt vor, wie politische Werbung gekennzeichnet sein muss. Die Verordnung soll mehr Transparenz bringen und verhindern, dass falsche Informationen verbreitet werden.
Außerdem darf man in Zukunft keine sensiblen Daten mehr für Werbung verwenden, zum Beispiel in den sozialen Medien. Zu den sensiblen Daten gehören unter anderem die Herkunft, die politische Meinung, die Religion oder die sexuelle Orientierung von Personen.
Der Verfassungs-Ausschuss hat auch über Regierungs-Berichte beraten. Es ging um aktuelle Pläne der EU und um den Nationalen Aktionsplan gegen Antisemitismus, also gegen Juden-Hass.
Jetzt kommt man noch leichter zu Informationen über Parlament und Demokratie. Denn man kann sich die Nachrichten in einfacher Sprache auch anhören.
Seit November 2025 bietet das Parlament alle Nachrichten in einfacher Sprache auch als Audio-Artikel. Man kann sich die Nachrichten also anhören. Man muss sie nicht mehr selbst lesen. Die Stimme ist von einer KI. Das ist die Abkürzung für Künstliche Intelligenz.
Es gibt jeden Tag neue Folgen. Man kann die Audio-Artikel auf diesen Kanälen hören: bei YouTube, Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music.