News in einfacher Sprache 25.03.2026, 09:55

Hauptausschuss genehmigt Freigabe von Ölreserven

Mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ, NEOS und Grünen genehmigte der Hauptausschuss die Freigabe von Erdölreserven. Grund ist ein Entschluss der Internationalen Energie-Agentur (IEA) am 11. März als Reaktion auf die Störung des Ölmarkts durch den Iran-Krieg. Die Mitgliedsländer der IEA sollen insgesamt 400 Mio. Barrel an strategischen Ölreserven freigeben. Damit gibt es am Markt zusätzliche Ölmengen. Die Freigabe des österreichischen Anteils erfolgt durch eine Verordnung des Wirtschafts- und Energieministers. Der Hauptausschuss musste mit einer Zweidrittel-Mehrheit zustimmen.

Die OMV bekommt 325.000 Tonnen Rohöl zur weiteren Verarbeitung angeboten.

Die Erdöl-Lagergesellschaft (ELG) verwaltet die Pflicht-Notstandsreserven in Österreich. Sie wird nun angewiesen, der OMV als Betreiberin der einzigen Raffinerie Österreichs bis zu 325.000 Tonnen Rohöl aus ihren Beständen anzubieten. Die OMV ist die Österreichische Mineralöl-Verwaltung. Die damit erzeugten Fertigprodukte wie Diesel und Benzin dürfen nur in Österreich verkauft werden. Die Freigabe erfolgt ab 1. April für sechs Monate.

Im Ausschuss betonte Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer: Die Versorgungslage in Österreich und Europa ist derzeit noch stabil. In Asien gibt es schon einen massiven Mangel. Es ist möglich, dass es auch in Europa zu Problemen auf dem Markt oder zu einem Mangel kommt.

Die freigegebenen Mengen werden der OMV zu marktüblichen Preisen angeboten, so der Minister. Die OMV kann entscheiden, ob sie die Mengen annimmt oder nicht. Das hängt von der Versorgungssituation zu dem Zeitpunkt ab.

In einem ersten Schritt werden der OMV im April 65.000 Tonnen Rohöl-Einheiten zur Verfügung gestellt. Man hat bewusst Rohöl und nicht raffinierte Produkte gewählt, sagte Hattmannsdorfer. Es gibt noch genug Zeit, um das Rohöl zu verarbeiten. Falls es doch einen Mangel gibt, sind dann noch raffinierte Produkte im Lager.

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