News in einfacher Sprache 04.11.2025, 15:46

Menschenrechts-Ausschuss verurteilt Kriegsverbrechen in der Ukraine

Vor allem in den russisch besetzten Teilen der Ukraine gab es schwere Verbrechen. Dazu gehören Hinrichtungen ohne Gericht, Misshandlungen, Folter und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. So steht es in einem Antrag der Regierungs-Parteien, der einstimmig angenommen wurde.

Die Außenministerin Beate Meinl-Reisinger soll diese Verbrechen auf internationaler Ebene verurteilen. Sie soll die genaue Dokumentation der Verbrechen und die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen unterstützen. Die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof soll stärker werden.

Im Menschenrechts-Ausschuss gab es auch Initiativen von FPÖ und Grünen.

Die Freiheitlichen forderten ein umfassendes Kinderschutz-Paket. Sie lehnen eine flächendeckende Überwachung von Messenger-Diensten ab.

Die Grünen verurteilten die Folter von ukrainischen Kriegsgefangenen. Sie wollen das Recht auf Schwangerschafts-Abbruch in der EU-Grundrechte-Charta verankern. Österreich soll sich mehr für Frieden zwischen Israel und Palästina einsetzen.

Diese Initiativen wurden im Ausschuss vertagt.

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger

Aussprache mit der Außenministerin

Ein weiteres Thema in der Aussprache mit der Außenministerin war die Europäische Menschenrechts-Konvention (EMRK). Die Konvention feiert ihr 75-jährigen Jubiläum. Beate Meinl-Reisinger will die EMRK für die Zukunft sichern. Die Menschenrechte sind aktuell unter Druck. Doch sie sind gemeinsam mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit "ein Garant für ein Leben in Wohlstand und Freiheit", so die Außenministerin.

Im Austausch der Abgeordneten mit der Außenministerin ging es auch um die Lage der Menschenrechte in der Türkei, im Sudan, Georgien, Belarus und Afghanistan.

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