Die Grünen sind verärgert. Innenminister Gerhard Karner hat aus ihrer Sicht mehrere schriftliche Anfragen zur Messenger-Überwachung "vollkommen unzureichend" beantwortet. Die Grünen wollten wissen:
Wie weit ist der Beschaffungsvorgang für die Überwachungs-Software fortgeschritten?
Gibt es bereits konkrete Gespräche mit Anbietern? Welche Kosten sind für die Messenger-Überwachung im Budget vorgesehen?
Abgeordneter Süleyman Zorba wies bei einer Debatte im Nationalrat darauf hin, dass die Koalition bei der Beschlussfassung umfassende Transparenz versprochen hat.
Gerhard Karner verweigerte die meisten gewünschten Auskünfte. Er wies dabei auf die Sicherheitsinteressen Österreichs hin. Staatssekretär Jörg Leichtfried verteidigte diese Vorgangsweise im Nationalrat. Seiner Meinung nach ist der geheime Unterausschuss des Innenausschusses der richtige Ort, um diese Fragen zu diskutieren. Dieser Ausschuss ist für die Kontrolle des Staatsschutzes zuständig.
FPÖ und Grünen legen Beschwerde beim Verfassungs-Gerichtshof ein. Dieser wird die "Messenger-Überwachung" prüfen.