News in einfacher Sprache 29.09.2026, 11:29

Nationalrat beschließt neue Spritpreis-Bremse

Die Regierungsparteien wollen Diesel und Benzin im Oktober und November um 12 Cent verbilligen. Das soll durch eine Senkung der Mineralöl-Steuer und eine Begrenzung der Gewinnspannen für Mineralöl-Konzerne und Tankstellen passieren.

Bereits im März hat der Nationalrat eine "Spritpreis-Bremse" beschlossen. Das war eine Reaktion auf die höheren Ölpreise durch den Iran-Krieg. Durch die höheren Spritpreise bekommt der Staat zusätzliche Einnahmen aus der Mehrwertsteuer. Konsumentinnen und Konsumenten bekommen sie in Form einer Senkung der Mineralöl-Steuer zurück. Mineralöl-Konzerne und Betreiber von Tankstellen wurden verpflichtet, die Preissenkungen an den internationalen Rohöl-Börsen an der Zapfsäule weiterzugeben. Bis Ende Mai galt auch eine zusätzliche Beschränkung der Gewinnspanne für die Mineralöl-Wirtschaft im Ausmaß von 5 bzw. 2,5 Cent je Liter.

In den Sommermonaten hat sich die Lage auf den Rohöl-Märkten entspannt. Jetzt sind die Preise für Benzin und Diesel aber wieder deutlich gestiegen. Deshalb hat der Nationalrat eine neue Bremse beschlossen. Finanzminister Markus Marterbauer darf demnach die Mineralöl-Steuer in den Monaten Oktober und November per Verordnung um bis zu 6,7 Cent je Liter senken. Das ist unabhängig davon, ob das durch zusätzliche Einnahmen bei der Mehrwertsteuer gedeckt ist. Laut ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl wird es auch wieder eine Beschränkung der Gewinnspanne für die Mineralöl-Wirtschaft von 3,5 Cent je Liter geben. Insgesamt könnten die Benzin- und Dieselpreise dadurch in den kommenden beiden Monaten um 12 Cent je Liter billiger werden. Die Koalitionsparteien wollen damit die Inflation dämpfen.

Die neue Spritpreis-Bremse erhielt im Nationalrat nur die Zustimmung der Koalitionsparteien.

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FPÖ fordert Abschaffung der CO2-Steuer

Der FPÖ geht die Bremse zu wenig weit: Sie tritt dafür ein, die CO2-Steuer abzuschaffen und die Mineralöl-Steuer zu halbieren. Das soll auch für Heizöl gelten. Finanzminister Markus Marterbauer meint, das würde das Budget mit 4 Milliarden Euro belasten. Die Grünen wollen die Energiekonzerne stärker zur Kasse bitten. Österreich soll so rasch wie möglich aus fossiler Energie aussteigen und nicht klimaschädliche Zuschüsse weiter ausbauen.

Die Novelle zum Mineralölsteuer-Gesetz soll mit 1. Oktober In Kraft treten. Davor muss aber der Bundesrat noch zustimmen: Am Dienstagnachmittag findet deshalb eine Sitzung statt.

Die Abgeordneten haben in der Sondersitzung des Nationalrats auch über die Klima-Neutralität bis 2040 diskutiert. Ein weiteres Thema war die Forderung der FPÖ, Museums-, Opern- und Theaterbesuche für Schulen zu fördern. Dazu gab es keine Beschlüsse.

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