News in einfacher Sprache 08.05.2026, 11:21

Parlament gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Die Gedenk-Veranstaltung gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus fand im Bundesversammlungs-Saal des Parlaments statt. Im Mittelpunkt stand heuer der Gedenkdienst.

In seiner Eröffnungsrede betonte Zweiter Nationalratspräsident Peter Haubner: Es darf keinen Schlussstrich geben. Er sagte aber auch: Das Gedenken muss neue Formen finden, um lebendig zu bleiben. Der Einsatz von jungen Menschen im Gedenkdienst zeigt, dass Österreich sich seiner Verantwortung für die Vergangenheit stellt und die Erinnerung lebendig hält.

Gedenkrede von Hedi Schnabl Argent: Das Gute tun

Die Gedenkrede hielt Hedi Schnabl Argent. Sie musste 1939 mit ihrer Familie aus Wien flüchten. Schnabl Argent berichtete aus ihren Lebenserfahrungen. Dabei betonte sie: Inmitten des Bösen hat es immer auch Menschen gegeben, die bereit waren, Gutes zu tun. Ihre Erfahrungen als jüdisches Mädchen im Österreich der 1930er-Jahre hat Schnabl Argent auch in einem Kinderbuch verarbeitet. Es heißt "Der Tag, an dem sich die Musik veränderte".

Hedi Schnabl Argent musste 1939 aus Wien flüchten.

Gedenkdienst ist wichtiger Beitrag zur Erinnerungsarbeit

Danach fand eine Podiumsdiskussion mit dem Vizedirektor des Museums Auschwitz-Birkenau Andrzej Kacorzyk statt. Er sprach mit ehemaligen Gedenkdienerinnen und Gedenkdienern über die Bedeutung des Gedenkdienstes und ihre Erfahrungen im Rahmen ihres Einsatzes. Der Präsident des Bundesrats Markus Stotter würdigte den Gedenkdienst in seinen Abschlussworten: Der Gedenkdienst ist eine der wichtigsten tragenden Säulen der österreichischen Erinnerungsarbeit.

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