Es hat lange keine Regel gegeben, wie lange Abgeordnete im Parlament reden dürfen. Das ist manchmal ausgenutzt worden. Zum Beispiel um Entscheidungen zu verschieben. Das nennt man auch "Filibustern". 1993 ist im Nationalrat die Beschränkung der Redezeit eingeführt worden. Damit war Schluss mit den ewig langen Reden.
Man nennt diese Beschränkung der Redezeit auch "Wiener Stunde". Diese regelt außerdem, wie lange Abgeordnete der einzelnen Parteien pro Stunde reden dürfen. Vor dieser Regelung haben Abgeordnete manchmal stundenlang ohne Pause geredet.