News in einfacher Sprache 12.05.2026, 09:55

Untersuchungs-Ausschuss zu Pilnacek: Erste Protokolle von Befragungen

Der U-Ausschuss

Christian Pilnacek war ein hoher Beamter im Justiz-Ministerium, der im Jahr 2023 gestorben ist. Bei den Ermittlungen zu seinem Tod hat es Entscheidungen gegeben, die nicht klar waren.

Damit beschäftigt sich jetzt ein Untersuchungs-Ausschuss. Er sieht sich vor allem an, ob die Politik die Ermittlungen beeinflusst hat und ob schlampig gearbeitet wurde.

Den U-Ausschuss gibt es seit Ende 2025. Die FPÖ hatte ihn verlangt.

Die Sitzungen des U-Ausschusses sind nicht öffentlich. Aber die Protokolle von Befragungen werden veröffentlicht.

Die Befragungen

Mitte Jänner hat der U-Ausschuss begonnen, Personen zu befragen. Jetzt hat man die ersten 15 Protokolle auf der Parlaments-Website veröffentlicht.

Welche Protokolle sind öffentlich?

Bis jetzt gibt es auf der Website unter anderem die Protokolle von diesen Personen:

  • Einem Mitarbeiter der ViaDonau. Das ist die Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft. Der Mitarbeiter hat Pilnaceks Leiche in einem Alt-Arm der Donau gefunden.
  • Die Ärztin, die zum Fundort gekommen ist.
  • Die Staatsanwältin, die angeordnet hat, dass die Leiche untersucht wird.
  • Polizistinnen und Polizisten, die am Fundort waren.
  • Personen aus dem privaten Leben von Pilnacek.
  • Der Ex-Politiker Peter Pilz.
  • Christian Mattura. Er ist Unternehmer. Er hat heimlich aufgenommen, als Pilnacek die ÖVP kritisiert hat.
  • Erich Vogl und Michael Nikbakhsh. Sie sind Journalisten.

In den Protokollen kann man die gesamten Befragungen nachlesen. Nur einzelne Namen sind gestrichen, um die Personen zu schützen.

Die nächsten Schritte

Diese Woche befragt der U-Ausschuss am Dienstag und Mittwoch weitere Personen, zum Beispiel:

  • Eine Vertreterin der Wirtschafts- und Korruptions-Staatsanwaltschaft.
  • Die Leiterin der Staatsanwaltschaft Krems.

Danach gibt es eine längere Pause bis 17. Juni. Das liegt daran, dass am Budget für 2027 und 2028 gearbeitet wird.

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