News in einfacher Sprache 09.12.2025, 15:57

Wirtschafts-Ausschuss sagt Ja zum Günstiger-Strom-Gesetz

Die Abgeordneten haben schon längere Zeit über neue Gesetze für den Elektrizitäts-Markt verhandelt. Das Ergebnis ist das Günstiger-Strom-Gesetz. Jetzt ist die Frage: Bekommt das Gesetz die notwendigen Stimmen? Das Gesetz braucht eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Das bedeutet: Mindestens 122 Abgeordnete müssen dem Gesetz zustimmen.

Außerdem möchte der Wirtschafts-Ausschuss die "Shrinkflation" bekämpfen. Das spricht man so aus: Schrink-flehschn. Shrinkflation bedeutet: Manche Hersteller füllen plötzlich weniger Inhalt in eine Verpackung. Aber der Preis für das Produkt bleibt gleich. Eigentlich kostet das Produkt dann mehr. Deshalb hat der Wirtschafts-Ausschuss für ein Anti-Mogelpackungs-Gesetz und für Änderungen im Preis-Auszeichnungs-Gesetz gestimmt. Die Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, NEOS und Grünen waren für die Gesetze. Das Gesetz zur "Shrinkflation" kommt aber erst im Februar oder März zur Abstimmung in den Nationalrat. Denn die EU muss das Gesetz vorher prüfen. Das Gesetz gilt aber sowieso erst ab April 2026.

Beim Thema Energie waren die meisten Abgeordneten für das Günstiger-Strom-Gesetz. Zu dem Gesetz gehören auch ein neues Elektrizitäts-Wirtschafts-Gesetz und ein Energie-Armuts-Definitions-Gesetz. Die Gesetze schaffen neue Regeln für den Elektrizitäts-Markt. Dieser Markt verändert sich sehr rasch. Die Gesetze schützen außerdem die Rechte von privaten Kundinnen und Kunden. Das Gesetz braucht eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Nationalrat. Das bedeutet: Mindestens 122 Abgeordnete müssen dem Gesetz zustimmen. Man weiß noch nicht: Bekommt das Gesetz die notwendigen Stimmen?

Das Elektrizitäts-Wirtschafts-Gesetz unterstützt den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien.

Auch Änderungen im Preis-Gesetz brauchen eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Nationalrat. Das Ziel vom Preis-Gesetz ist: Die Bundes-Regierung kann für eine bestimmte Zeit die Energie-Preise bestimmen. Zum Beispiel, wenn die Energie-Preise ohne Grund steigen. Alle Abgeordneten im Wirtschafts-Ausschuss waren außerdem für einen Vorschlag von der Regierung. In dem Vorschlag steht: Das Missbrauchs-Verbot für den Energie-Bereich soll bis Ende 2031 gelten. Dann kann Österreich sicherstellen: Die großen Energie-Unternehmen gestalten ihre Preise und Geschäfts-Bedingungen wie bei einer wirklichen Konkurrenz-Situation. 

Begriffe einfach erklärt

Die Arbeit im Parlament ist sehr umfangreich und vielfältig. Es gibt viele Fachbegriffe. Diese Begriffe werden auf der Parlaments-Website einfach verständlich erklärt: 

Begriffe einfach erklärt

Abwicklung von der Investitions-Prämie

In der Corona-Zeit hat Österreich eine Investitions-Prämie für Unternehmen eingeführt. Das Investitions-Prämien-Gesetz soll bis Ende 2029 weiter gelten. Dann kann man die Investitions-Prämien weiter abwickeln.

Der Wirtschafts-Ausschuss plant auch Änderungen in der Gewerbe-Ordnung und im Emissions-Schutz-Gesetz für Kessel-Anlagen. Anerkannte Nicht-Regierungs-Organisationen sollen mehr Rechte bekommen. Zum Beispiel ein Beschwerde-Recht bei Genehmigungs-Verfahren für Anlagen zur Abfall-Behandlung nach der Gewerbe-Ordnung. Umwelt-Organisationen sollen mehr Beschwerde-Rechte bekommen in den Bereichen Industrie-Anlagen, Tierhaltungs-Anlagen und Anlagen zur Abfall-Behandlung, für die das das Mineral-Rohstoff-Gesetz gilt.

Ankündigung: Anpassungen im Gesetz für Tabak-Sticks

Die Regierungs-Parteien haben einen Antrag gestellt: Sie wollen das Tabak- und Nichtraucher-Schutz-Gesetz nicht ändern, aber neu schreiben. Die Regierungs-Parteien waren für die sprachlichen Anpassungen. Die SPÖ und die ÖVP haben angekündigt: Sie wollen im Nationalrat eine Änderung zu den Tabak-Sticks zum Erhitzen. In anderen Ländern kann man schon die sogenannten "neuen Heets-Produkte" kaufen. Die Gesetzes-Änderung macht das dann auch in Österreich offiziell möglich.

Der Wirtschafts-Ausschuss hat auch über den Tätigkeits-Bericht der E-Control Austria für das Jahr 2024 diskutiert.

Audio-Artikel "Nachrichten in einfacher Sprache"

Jetzt kommt man noch leichter zu Informationen über Parlament und Demokratie. Denn man kann sich die Nachrichten in einfacher Sprache auch anhören.

Seit November 2025 bietet das Parlament alle Nachrichten in einfacher Sprache auch als Audio-Artikel. Man kann sich die Nachrichten also anhören. Man muss sie nicht mehr selbst lesen. Die Stimme ist von einer KI. Das ist die Abkürzung für Künstliche Intelligenz.

Es gibt jeden Tag neue Folgen. Man kann die Audio-Artikel auf diesen Kanälen hören: bei YouTube, Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music.

Jetzt reinhören

Themen