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Bericht über die Diskussion bei Politik am Ring

Zum Thema: Wie verhindern wir die Klima-Katastrophe?

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Hintergrund zum Thema

Es ist Realität: Das Klima auf der Erde verändert sich. Die vergangenen 7 Jahren waren die heißesten Jahre, seit Menschen das Wetter aufzeichnen. Immer öfter starten deswegen Personen Initiativen, um Politikerinnen und Politiker dazu zu bringen, schneller zu handeln. Ein Beispiel ist das Klima-Volks­begehren. Hier haben mehr als 380.000 Menschen dafür unterschrieben, dass sich die österreichische Regierung mehr für den Schutz des Klimas einsetzt. Auch Jugendliche demonstrieren in Österreich regelmäßig dafür, dass mehr für den Klimaschutz gemacht wird.

Die Diskussion am 17. Mai

Der Klimawandel muss gestoppt werden. Darüber sind sich alle im Parlament einig. Doch wie soll das gehen? Wie verhindert man die Klima -Katastrophe? Über diese Frage wurde in der Sendung Politik am Ring am 17. Mai diskutiert. An der Diskussion haben Politikerinnen und Politiker von allen 5 Parlaments-Fraktionen teilgenommen. Auch dabei waren der Meteorologe Marcus Wadsak sowie die Sprecherin des Klima-Volks­begehrens Katharina Rogenhofer. Moderiert wurde die Sendung von Gerald Groß.

Marcus Wadsak ist Meteorologe und Fachmann, wenn es um das Thema Klima geht. Er war in der Sendung der Meinung: Wenn es mehr Wissen über den Klima­wandel und seine Auswirkungen geben würde, dann würden wir nicht mehr nur reden. Wir würden bereits laufen und handeln. In den letzten 10.000 Jahren hat es auf der Erde eine stabile Klima-Phase gegeben. Dadurch konnte sich die Menschheit weiter­entwickeln. Doch jetzt zerstört die Menschh­eit diese stabile Klima-Phase.

Walter Rauch ist der Umwelt­schutz­sprecher der FPÖ. Er ist der Meinung: Die EU muss sich dafür einsetzen, die Klima­krise zu stoppen. Auch die welt­weite Konsum­politik muss überdacht werden. Österreich kann natürlich nicht die große Welt­wirtschaft verändern. Denn Österreich ist nur ein kleines Land. Im Vergleich zu Europa würden Länder wie China wesentlich mehr Treib­haus­gas erzeugen als Europa, also das Klima viel mehr belasten.

Julia Herr ist die Klima­sprecherin der SPÖ. Sie ist der Meinung: Im welt­weiten Handel ist es das Ziel, möglichst billig zu produzieren. Das sieht sie als das größte Problem. Denn die Folge der billigen Produktion ist, dass die Umwelt immer mehr ausgebeutet wird. Julia Herr findet: Es braucht daher wirtschafts­politische Veränderungen, zum Beispiel ein welt­weites Lieferketten­gesetz. Denn es genügt nicht, wenn sich nur einzelne Menschen für ein klima­freundliches Leben für alle einsetzen.

Michael Bernhard ist der Klima­schutz­sprecher von den NEOS. Er findet: Die Wirtschaft ist nicht das Problem, sondern ein wichtiger Teil der Lösung. Es ist nicht sinnvoll, arbeitende Menschen und die Wirtschaft getrennt zu betrachten oder gar gegen­einander auszuspielen. Er ist auch der Meinung: Wenn sich nichts ändert, dann ist in 7 Jahren Österreichs ganzes Budget an CO2-Emissionen aufgebraucht.

Johannes Schmuckenschlager von der ÖVP ist der Meinung: Man soll bei der Energie­wende nicht nur von Verzicht sprechen. Man soll zum Beispiel nicht nur davon sprechen, dass man auf Fleisch oder die Benützung des Autos verzichten soll. Denn das schreckt die Menschen ab. Lieber soll man die Digitalisierung und die Automatisierung nutzen, um Energie zu sparen.

Lukas Hammer ist Klima­schutz­sprecher der Grünen. Er ist der Meinung: Bis zum aktuellen Regierungs­programm hat man Klima­schutz in Österreich nicht ernst genug genommen. Jetzt aber wurde das bisher größte Projekt zum Ausbau der Bahn beschlossen. Nun will man auch in 20 Jahren die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle abschaffen. Das ist die größte Veränderung seit der Zeit, seit es so viel Industrie gibt. Trotz der Corona-Krise konnte man ein riesiges Klima­schutz­budget organisieren.

Katharina Rogenhofer ist die Sprecherin des Klima-Volks­begehrens. Sie ist der Meinung: Ob eine Steuer­reform, die dem Klima­schutz dient oder ein Umstieg auf erneuerbare Energien oder ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs: Es ist nicht genug, wenn man über all diese Themen nur spricht.

Nächste Sendung von Politik am Ring

Die nächste Sendung von Politik am Ring findet am Montag, dem 21. Juni 2021, statt. Sie wird wieder live ab 21 Uhr in der Mediathek der Internetseite des Parlaments übertragen. Alle Folgen von Politik am Ring kann man sich dort dauerhaft ansehen. Hier ist der Link zur Mediathek.

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