Parlamentskorrespondenz Nr. 856 vom 29.09.2011
Prioritäten neu denken
Wien (PK) - Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Vielfalt Demokratie" lud Nationalratspräsidentin Barbara Prammer das "Wittgenstein-Zentrum für globale Demographie und Bildungsforschung" zu einem Symposium mit dem Titel "Demography, Education and Democracy: Refocusing global Development Priorities" in das Hohe Haus. Unter den Referenten und Diskutanten befand sich eine Schar hochrangiger Wissenschaftler wie etwa der Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Helmut Denk oder der Rektor der Wirtschaftsuniversität Wien Christoph Badelt. Diskutiert wurden im Rahmen der Tagung die bevölkerungspolitischen Herausforderungen an das 21. Jahrhundert einerseits und der Zugang des Wittgenstein-Zentrums zu diesen Fragen andererseits.
In ihrer Begrüßungsansprache verwies Prammer auf die lange Tradition des Parlaments im Abhalten solcher Symposien. Es sei ihr persönlich sehr wichtig, Wissenschaftler und Experten im Haus zu haben, denn das Diskutieren bedeutsamer Themen auf wissenschaftlicher Ebene diene nicht nur der Transparenz, es sei auch im Interesse der Demokratie. Prammer bezeichnete es als bedeutsam, dass sich Opinion Leader auf wissenschaftlicher Basis mit Fragen der Zukunft auseinandersetzten. Zudem dankte Prammer den Verantwortlichen für die Formierung des Wittgenstein-Zentrums, denn damit werde die Bedeutung Wiens als internationaler Treffpunkt wissenschaftlicher Auseinandersetzung einmal mehr unterstrichen. Die Präsidentin wünschte den Anwesenden viel Erfolg bei ihren Beratungen und ihrer weiteren Arbeit.
Das neue Wittgenstein-Zentrum hat den Anspruch, innerhalb weniger Jahre zum weltweit führenden Zentrum im Bereich der demographischen Analyse des Aufbaus von Humanressourcen und ihrer Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft zu werden. Es hat einen globalen Fokus und wird bereits in den nächsten zwei Jahren (unter Mitarbeit der Universität Oxford) erstmals wissenschaftsbasierte Bevölkerungsprojektionen für alle Länder der Welt nicht nur nach Alter und Geschlecht, sondern auch nach Bildungs-, Erwerbs- und Gesundheitsstatus erstellen. Daraus sollen wichtige Erkenntnisse für die Prioritätensetzung der nationalen Sozial- und Wirtschaftspolitik sowie globaler Entwicklungs- und Umweltpolitik abgeleitet werden. (Schluss)
HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie – etwas zeitverzögert – auf der Website des Parlaments (www.parlament.gv.at) im Fotoalbum.