Parlamentskorrespondenz Nr. 97 vom 08.02.2013
Aviso: Populismus - Herausforderung oder Gefahr für die Demokratie?
Wien (PK) – Der Populismus, seine verschiedenen Formen, seine Sprache und sein Stil sind Gegenstand der vom Sir Peter Ustinov Institut herausgegebenen Publikation "Populismus – Herausforderung oder Gefahr für die Demokratie?", zu deren Präsentation Nationalratspräsidentin Barbara Prammer gemeinsam mit der Vereinigung der Parlamentsredakteurinnen und-redakteure und dem Sir Peter Ustinov Institut am Montag, dem 11. Februar 2013 um 10 Uhr in das Pressezentrum des Parlaments einlädt.
Wie wirkt sich der Populismus auf die Demokratie und auf die demokratischen Institutionen aus? Wie können sozialer Frieden und der Zusammenhalt der Gesellschaft angesichts wachsender populistischer Strömungen erhalten werden? In zehn Beiträgen beleuchten renommierte ExpertInnen verschiedener Disziplinen das Problemfeld und die unterschiedlichen Spielarten des Populismus, gehen auf Konsequenzen und Gegenstrategien ein und analysieren Sprache und Stil der Populisten. Vor allem aber will dieses Buch das Bewusstsein für demokratische Formen der Problemlösung schärfen, betont Friedrich Gehart in seinem Vorwort.
Dem Buch liegt eine Konferenz zugrunde, die im Vorjahr im Palais Epstein abgehalten wurde (siehe PK-Meldung Nr. 379/2012). Die einzelnen Kapitel befassen sich mit populistischen Strömungen in den USA, Niederlanden, Schweiz, Polen und Ungarn und arbeiten die Merkmale des Rechts- und Linkspopulismus heraus. Anton Pelinka leitet mit dem Thema "Populismus – zur Karriere eines Begriffs" ein.
Gerade in Krisenzeiten gewinnen populistische Parteien zunehmend Einfluss auf Politik und Gesellschaft, gibt Prammer zu bedenken und unterstreicht damit die Aktualität und Brisanz der Fragestellung.
Eröffnet wird die Veranstaltung durch den Vorsitzenden des Vorstands des Sir Peter Ustinov Instituts Friedrich Gehart, die Grundzüge des Buches skizziert im Anschluss daran Anton Pelinka (Central European University of Budapest). Die Moderation der Präsentation übernimmt der Vorsitzende der Vereinigung der Parlamentsredakteurinnen und –redakteure Johannes Huber.
Das Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen wurde 2003 auf Initiative von Sir Peter in Wien gegründet und ist ein internationales Kompetenzzentrum der Vorurteilsforschung. In Partnerschaft mit gleichgesinnten Personen und Organisationen erforscht das Institut die Ursachen für das Entstehen von Feindbildern und Ressentiments und deren Einfluss auf das menschliche Verhalten. Im September 2011 lancierte das Ustinov Institut in Zusammenarbeit mit der Peter Ustinov Stiftung Frankfurt/München das "Dialogforum über Vorurteile" auf seiner Webseite www.ustinov.at/dialog. Geleitet von einem hochkarätigen Redaktionsteam bestehend aus Anton Pelinka (Wien/Budapest) und Wolfgang Benz (Berlin), werden in diesem Forum regelmäßig Expertenkommentare zu aktuellen Vorurteilsthemen veröffentlicht. (Schluss) hof
HINWEIS: Fotos finden Sie nach dieser Veranstaltung im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at.