Parlamentskorrespondenz Nr. 1339 vom 27.11.2015

Bures sieht Weihnachtsbaum als Zeichen der Solidarität

Wien (PK) – Zwar lässt die vorweihnachtliche Ruhe im Parlament noch länger auf sich warten, doch ist der Beginn der Adventzeit nunmehr auch vor dem Hohen Haus unübersehbar. Ein von Lichterketten beleuchteter Weihnachtsbaum schmückt wie jedes Jahr in den Wochen des Advents den Zentraleingang des Parlaments. Die 7,5 Meter hohe Tanne aus der Region Wienerwald, Nähe Eichgraben, wurde heute Vormittag offiziell von Rudolf Freidhager seitens der Österreichischen Bundesforste an Nationalratspräsidentin Doris Bures, Zweiten Nationalratspräsidenten Karlheinz Kopf und Dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer übergeben.

Auch ein Adventkranz kündigt das Weihnachtsfest im Hansen-Gebäude an. Der Direktor der Diakonie Österreich, Michael Chalupka, überreichte im Rahmen der Feierlichkeit dem Nationalratspräsidium einen Adventkranz der Diakonie. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Kinderchor der Johann Sebastian Bach Musikschule Wien.

Mit dem Aufstellen von Weihnachtsbaum und Adventkranz führt das Parlament nicht nur eine langjährige Tradition fort, so Nationalratspräsidentin Bures. Man setze damit auch ein Zeichen für Nächstenliebe und Solidarität, wofür ja auch das Wirken der Diakonie stehe und worauf der Fokus in der Vorweihnachtszeit gerichtet sein sollte. In Anspielung auf die aktuelle Flüchtlingssituation sagte Bures, Österreicherinnen und Österreicher hätten in den letzten Tagen und Wochen deutlich gemacht, dass "Menschen, die Hilfe suchen, auch Hilfe bekommen". Zweiter Nationalratspräsident Karlheinz Kopf verlieh in diesem Zusammenhang seiner Hoffnung Ausdruck, mit dem Beginn des Advents würden ruhigere Zeiten anbrechen.

Der von Schülerinnen und Schülern der Inklusiven Fachspezifischen Schule für Individualisierte Teilausbildungen gestaltete Adventkranz drückt für Diakoniedirektor Chalupka die Bedeutung von Bildung für Kinder und Jugendliche aus. "Wichtig sind Schulbildung, Ausbildung und Lebensbildung, also eine Bedeutung im Leben zu finden". Angesichts der 8000 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die sich derzeit in Österreich aufhalten, mahnte Chalupka den Anspruch auf Bildung gerade auch für diese Gruppe der Asylsuchenden ein. "Wir stehen vor großen Problemen, wenn die Integration dieser Kinder und Jugendlichen nicht gelingt", erwartet er vom Parlament eine menschenwürdige Asylpolitik.

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at. (Schluss) rei/jan

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