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Anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen erinnert das Parlament Österreich am Dienstag, dem 5. Mai 2026, an die Opfer des Nationalsozialismus. Im Fokus der diesjährigen Gedenkveranstaltung steht der Gedenkdienst, angelehnt an den Jahresschwerpunkt des Parlaments 2026 "teilhaben teilsein", welcher die gesellschaftspolitische Teilhabe von jungen Menschen in den Mittelpunkt rückt.
Der Gedenkdienst stellt einen zentralen Beitrag zur Gedenk- und Erinnerungsarbeit der Republik Österreich dar. Durch ihren Einsatz an Gedenkstätten im In- und Ausland tragen Gedenkdienerinnen und Gedenkdiener maßgeblich zur kollektiven Verantwortung bei, die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus wachzuhalten und aus den Ereignissen der Vergangenheit zu lernen. Gedenkdienerinnen und Gedenkdiener arbeiten in Holocaustgedenkstätten, Museen, Forschungseinrichtungen, Pflegeheimen und Organisationen mit Bezug zum Holocaust, zu Holocaust-Überlebenden, zu Antisemitismus und zur Unterstützung jüdischer Kultur und jüdischen Lebens. Derzeit bieten zwei anerkannte Trägerorganisationen Gedenkdienste an: der Österreichische Auslandsdienst und der Verein Gedenkdienst. Insgesamt listen beide Vereine 100 Einsatzstellen weltweit.
Junge Menschen möchte auch die vor den Nationalsozialisten geflüchtete Autorin Hedi Schnabl Argent mit ihrem Buch "Der Tag, an dem sich die Musik veränderte" ansprechen. In ihrem autobiografischen Werk erzählt sie von ihrer Kindheit als jüdisches Mädchen in Wien und von den ersten Erfahrungen mit Ausgrenzung und Antisemitismus ab Anfang der 1930er Jahre.