Abstract
Die globalisierte Welt ist abhängig von einem komplexen Netzwerk aus Unterseekabeln, Pipelines und Handelsrouten. Über diese Infrastruktur werden Daten, Energie und Waren transportiert und sie ist Voraussetzung für das Funktionieren unserer modernen Gesellschaft. Durch geopolitische Spannungen ist diese essenzielle Infrastruktur zunehmend bedroht – die Bandbreite reicht von Sabotagevorfällen wie an der Nord-Stream-Pipeline bis hin zu hybriden Angriffen.
Internationale Akteure wie die NATO und die EU verstärken ihre Schutzmaßnahmen. Gleichzeitig erschweren rechtliche Lücken und die Vielzahl der Beteiligten den Schutz maritimer Infrastruktur. Neben militärischen Risiken spielen auch wirtschaftliche und ökologische Faktoren eine Rolle – etwa die wachsende Bedeutung von Flüssigerdgas (LNG) und Offshore-Windparks.
Dieses Dossier beleuchtet die Sicherheitsrisiken, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die verschiedenen Bereiche maritimer Infrastruktur. Zudem wird untersucht, wie globale Kooperationen deren Sicherheit gewährleisten könnten und warum auch Binnenstaaten wie Österreich von der Stabilität maritimer Infrastruktur abhängig sind.
Dossier "Maritime kritische Infrastruktur" lesen / PDF, 1 MB
Das Zusammenspiel vieler Akteure und rechtlicher Lücken erschwert den Schutz maritimer Infrastruktur beträchtlich.