Auf einen Blick
Die armenischen Parlamentswahlen am 7. Juni 2026 finden vor dem Hintergrund starker Polarisierung, ungelöster innenpolitischer Konflikte und tiefgreifender außenpolitischer Veränderungen statt.
Seit der sogenannten Samtenen Revolution 2018 regiert Nikol Pashinyan mit der liberalen, proeuropäischen Partei Zivilvertrag. Der Konflikt um Bergkarabach, die Beziehung zu Russland, der Annäherungskurs an die EU sowie der Konflikt zwischen Kirche und Staat prägen die derzeitige Politik.
In den letzten Jahren haben sich das Parteiensystem, die internationalen Beziehungen und das gesellschaftliche Klima Armeniens deutlich verändert. Die Wahl gilt daher als richtungsweisend für die künftige Ausprägung von Demokratie und die außenpolitische Ausrichtung.
Armenien ist ein Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Das österreichische und das armenische Parlament pflegen gute Beziehungen, und österreichische Parlamentarierinnen und Parlamentarier beteiligen sich regelmäßig an Wahlbeobachtungen in Armenien. Eine Delegation wird auch diesmal zur Wahlbeobachtung in Armenien sein.
Dieses Dossier gibt einen Überblick über das Land, sein politisches System und die wichtigsten Themen im Wahlkampf.
Das armenische Parlament besteht aus einer Kammer, der Nationalversammlung.