Sie ist weltweit eines der am meisten gehandelten Agrargüter. Während sie in Österreich bis vor kurzem ein Nischenprodukt war, hat sie auch hierzulande in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Das Dossier beleuchtet die Vorteile des globalen Sojabooms, aber auch dessen Schattenseiten und stellt internationale (wirtschafts-)politische Verflechtungen im Sojahandel dar.
Soja – eine (geo)politische Pflanze?
Abstract
Seit 1979 findet alljährlich am 16. Oktober der Welternährungstag statt. Dieses Dossier des Dienstes 6 EU & Internationales widmet sich aus diesem Anlass einer besonderen Pflanze, die wir – sei es in direkter, sei es indirekter Form – häufig konsumieren und die weltweite wirtschaftliche und geopolitische Relevanz hat: der Sojapflanze. Soja und die aus ihr gewonnenen Produkte zählen zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Handelsgütern unserer Zeit. Der globale Handel mit Soja hat zahlreiche Auswirkungen auf die internationale Politik, da er (oft wechselseitige) Abhängigkeiten zwischen Staaten schafft. Zugleich hat die Ausweitung der Anbauflächen von Soja negative Folgen für die Umwelt: Natürliche Lebensräume werden gerodet, um Soja anzupflanzen, und die intensiven Anbaumethoden tragen zum Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bei. Die Europäische Union (EU) ist im Falle von Soja stark von Importen abhängig, auch wenn in den letzten Jahren die europäische Produktion beträchtlich gestiegen ist. Dieser Sojaboom macht sich auch in Österreich bemerkbar. Hierzulande ist Soja mittlerweile die viertwichtigste Frucht im Ackerbau.
Dieses Dossier stellt die Geschichte jener Pflanze, die immer wieder als Wunderbohne bezeichnet wird, und ihren Aufstieg zu einem weltweit gefragten Handelsgut dar.
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Der aktuelle Sojaboom hat Schattenseiten wie Umweltschäden oder Abhängigkeiten zwischen Staaten.