Auf einen Blick
Unter der Führung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan verfolgt die Türkei eine aktive Außenpolitik, die stark auf strategische Autonomie setzt, und sie strebt neben einer regionalen auch eine überregionale Führungsrolle an. Das Land kombiniert dabei wirtschaftliche und diplomatische Instrumente mit Elementen der Soft Power.
Historische, kulturelle und religiöse Verbindungen werden von wirtschaftlicher Kooperation, Entwicklungspolitik und Infrastrukturprojekten flankiert, um den Einfluss in der Nachbarschaft zu sichern und darüber hinausgehend auszubauen. Die Türkei nutzt neben zivilen auch militärische Fähigkeiten, um ihre Grenzen und Einflusszonen abzusichern.
Das Land am Bosporus positioniert sich als selbstbewusster außenpolitischer Akteur. Dieser Prozess passiert auch auf Kosten der traditionellen Westbindung des Landes, in dem die Türkei flexibel zwischen den Akteuren agiert, pragmatische Allianzen bildet und sich bemüht, nationale Stärke zu zeigen.
Die Türkei ist immer wieder auch Thema im österreichischen Parlament. Zuletzt kam es im November 2025 zu einer Aussprache der Bilateralen Parlamentarischen Gruppe Türkei, Aserbaidschan mit Abgeordneten aus diesen beiden Staaten.
Dossier "Türkei – Regionalmacht oder Global Player?" lesen / PDF, 1 MB
Die geografische Lage eines Landes ist immer auch ein Faktor für die Gestaltung der Außenpolitik. An der Schnittstelle zwischen Europa und Asien gelegen und von Nordafrika nur durch das Mittelmeer getrennt, hat die Türkei Zugang zu drei Kontinenten.