Die Themenlage im Wahlkampf
Der Wahlkampf und die dafür vorhandene Zeit – am 12. November 2024 hatten sich die Parteien SPD und CDU auf eine vorgezogene Bundestagswahl am 23. Februar 2025 geeinigt – waren dicht gedrängt. Ebenso verdichtet hatte sich die ursprünglich breite Themenlage: Wirtschaft, Energiewende, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, der Krieg in der Ukraine, Bildung und Pflege – all diese Themen wurden von einer Reihe von Anschlägen und Gewalttaten in deutschen Städten überlagert: in Magdeburg, in Aschaffenburg und in München. Die Involvierung von teilweise ausreisepflichtigen Asylwerbern hatte zur Folge, dass die "Migrationspolitik" zur bestimmenden Thematik der letzten Wochen des Wahlkampfes wurde. Besonders emotional verlief daher die politische Debatte in der Bundestagssitzung am 29. Jänner, in der ein von der CDU eingebrachter Antrag für eine restriktivere Migrationspolitik – entgegen bisherigem Konsens unter den Parteien im Bundestag – mit den Stimmen der rechten AfD angenommen wurde. Die möglichen zukünftigen Formen einer politischen Zusammenarbeit zwischen der CDU – mit ihrem Kanzlerkandidaten Friedrich Merz – und der AfD und den Folgen für die viel diskutierte "Brandmauer" prägten die letzten Tage der innenpolitischen Vorwahldebatten.
Die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag fand als am 23. Februar 2025 statt. Mit der Wahl sind 630 Abgeordnete in den Bundestag eingezogen.