Zusammenfassung
Der weltweite Ausbau von Rechenzentren beschleunigt sich durch den Boom künstlicher Intelligenz. Damit steigen Energie-, Wasser- und Rohstoffverbräuche deutlich an. KI-Rechenzentren haben eine bis zu 30-mal höhere Leistungsdichte als herkömmliche Anlagen; ihr Strombedarf könnte sich bis 2030 verdoppeln. Kühltechnologien verursachen zudem einen hohen Wasserverbrauch, während kurze Hardwarezyklen zu steigenden Mengen an Elektroschrott führen. Trotz Effizienzgewinnen bleibt der ökologische Fußabdruck erheblich. Die EU führte ab 2024 Berichtspflichten für große Rechenzentren ein und prüft Mindeststandards für Energie- und Wassereffizienz. Österreich verfügt mit seinem hohen Anteil erneuerbarer Energie, gut ausgebauten Fernwärmenetzen und dem neuen Umweltzeichen für Rechenzentren über günstige Voraussetzungen, benötigt jedoch verbindliche Nachhaltigkeitskriterien und Anreize für Abwärmenutzung und Kreislaufwirtschaft, um ökologische und wirtschaftliche Interessen auszubalancieren.
Nachhaltige KI-Rechenzentren / PDF, 516 KB