Dieser Beitrag wurde am 29.11.2024 mit dem "Monitoring November 2024" erstveröffentlicht und am 29.05.2026 anlässlich des "Monitoring Mai 2026" aktualisiert.
Textilrecycling
Zusammenfassung
Die Textilindustrie ist durch Überproduktion und Überkonsum ("Fast Fashion") geprägt, was zu immensen Mengen an Textilabfällen führt. Die lineare Produktionsweise belastet die Umwelt durch hohen Wasserverbrauch, chemische Verschmutzung, CO2-Emissionen und Mikroplastik. Dreiviertel der in Österreich anfallenden Textilabfälle werden verbrannt. Ein Übergang zu einer zirkulären Textilwirtschaft mit Fokus auf Wiederverwendung, Reparatur und Recycling ist notwendig. Mechanisches Recycling ist weit verbreitet, aber nur für sortenreine Textilien geeignet und nicht für Kunstfasern. Chemisches Recycling ermöglicht die Wiederverwertung von Mischmaterialien, ist aber nur begrenzt verfügbar. Laut EU sollen bis 2030 alle Textilien auf dem europäischen Markt recycelbar sein. Österreichhat das Potential, eine Vorreiterrolle in diesem Bereich einzunehmen und von den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen zu profitieren.