COVID-19-Impfpflichtgesetz – COVID-19-IG (129507/SN)

Stellungnahme

Stellungnahme betreffend den Antrag 2173/A der Abgeordneten Gabriela Schwarz, Ralph Schallmeiner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz über die Impfpflicht gegen COVID-19 (COVID-19-Impfpflichtgesetz – COVID-19-IG)

Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlaments­direktion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Inhalt

Stellungnahme / Beeinspruchung COVID-19-Impfpflichtgesetz – COVID-19-IG

Obermerking, am 09.01.2022



Unter Berücksichtigung der nachfolgenden (und im PDF Anhang aufgelisteten) Daten ist eine Impfpflicht für die gesamte Bevölkerung nicht verhältnismäßig und daher vehement abzulehnen.

Ein wissenschaftlicher Diskurs findet meiner Wahrnehmung kaum statt. Ein solcher ist aber unter Einbezug kritischer Experten (derer es viele gibt) für einen Erkenntnisgewinn unabdingbar, um somit mit dem geringstmöglichen Gesamtschaden durch eine Pandemie zu kommen. Schadlos kommt niemand durch – von diesem Wunschdenken müssen wir uns endlich verabschieden.

Meiner Wahrnehmung nach haben wir als Gesellschaft allen voran aber Ärztekammer und Politik
• auch aufgrund der Unfähigkeit Krankheit und Tod als Teil des Lebens zu akzeptieren (der Altersmedian der COVID toten liegt über der durchschnittlichen Lebenserwartung)
• und aufgrund mangelnder Demut (wir können nicht akzeptieren, dass die uns zur Verfügung stehenden Mittel gegen diesen kleinen Virus leider nur sehr beschränkt sind)
in der Gestaltung der Maßnahmen (auch der gegenständlichen Impfpflicht) beim Schutz der Risikogruppen vor der Krankheit und der jungen Gesunden vor den Nebenwirkungen der Maßnahmen sehr stark die Balance die verloren. Das führt dazu, dass wir bei weitem nicht mit dem geringst möglichen Gesamtschaden (gesundheitlich, rechtsstaatlich und wirtschaftlich) durch diese Pandemie (mit verhältnismäßig geringem Schweregrad) kommen.

• Gefährlichkeit der Erkrankung / Überlastung des Gesundheitsystems
COVID ist vor allem für die Risikogruppen und alten eine gefährliche Erkrankung. Die Überlastung der Gesundheitssystem ist jedoch bei weitem nicht allein dadurch sondern durch folgendes Verursacht:
o Jahrzehntelange verfehlte Gesundheitspolitik:
 kaum Gesundheitsförderung
 kaum präventiv Medizin
 die Folge Österreich hat eine der geringsten gesunden Lebenserwartungen der gesamten EU, und somit einen hohen Risikogruppenbevölkerungsanteil. Selbst jetzt in der Krise wird dies defacto nicht thematisiert.

o Überalterung der Gesellschaft

o Keine Kapazitätsanpassung des Gesundheitssystems an diese Gegebenheiten

• Impfwirksamkeit gegen Infektion und Transmission
o Insbesondere für Omnikron ist kaum mehr vorhanden und selbst der geringe Schutz ist nur sehr kurzweilig auf wenige Monate begrenzt
o Die Impfungen hinterlassen keine sterile Immunität. Damit ist eine „Herdenimmunität“ nur durch eine nat. Durchseuchung (unter Impfschutz für die Risikogruppen und alle die das freiwillig wünschen) zu erreichen.  Es ist Zeit dies endlich zur Kenntnis zu nehmen und endlich einen längst überfälligen diesbezüglichen Paradigmenwechsel einzuleiten.

• Impfnebenwirkungen
Es sind die Nebenwirkungsreichsten Impfungen sowie die Nebenwirkungsreichste Medizinprodukte in der Geschichte der modernen Medizin, und das obwohl wir noch kaum etwas über potentielle Spätfolgen wissen, und obwohl es mit Sicherheit ein starkes Underreporting der Nebenwirkungen gibt.

• Eine generelle Impfpflicht ist weder Verursacher- noch aus Sicht des Impf- Risiko / Nutzenverhältnisses gerecht
o Die junge gesunde Bevölkerung unter 50 Jahren macht nur ca. 1 bis 2 % der Intensivbelegung aus
o Das Risiko Nutzenverhältnis der Impfung ist für junge Gesunde um einen Faktor 1000 bis 10.000 Schlechter als für die Risikogruppen

• Gelindere Mittel bei weitem nicht ausgeschöpft
o Spitalskapazitäten wurden nicht erhöht
o Niederschwellige Impfangebote / Information insbesondere für die Risikogruppen stecken in den Kinderschuhen (und nicht hauptsächlich für die Jungen („baby lass dich impfen“ „alle gehen in den Club“) – abstruse Prioritätensetzung)
o Verursachergerechte „Non Pharmaceutical Interventions“ sind angesichts der bescheidenen Impfwirksamkeit ausschließlich in Zeiten hohen Infektionsgeschehens unumgänglich. 2G ist hier wohl Hauptverursacher (und nicht Schutz) der Infektionswellen


Hochachtungsvoll

DI (FH) Leopold Wurstbauer

Stellungnahme von

Wurstbauer-Heiss, Leopold

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