COVID-19-Impfpflichtgesetz – COVID-19-IG (92053/SN)

Stellungnahme

Stellungnahme betreffend den Antrag 2173/A der Abgeordneten Gabriela Schwarz, Ralph Schallmeiner, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz über die Impfpflicht gegen COVID-19 (COVID-19-Impfpflichtgesetz – COVID-19-IG)

Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlaments­direktion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Inhalt

Sehr geehrte Damen und Herren Minister und Abgeordnete des Nationalrates!

Ich bin einer Impfung (als medizinisch sinnvolle Präventionsmaßnahme) grundsätzlich nicht abgeneigt; für mich entscheidend ist jedoch, dass mir die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme als Patient und als medizinischer Laie nachvollziehbar erklärt werden kann.

Ich möchte Ihnen anhand eines sehr plakativen Beispiels mit offiziellen Zahlen aus den AGES Dashboard zeigen, warum ich meine Zweifel an der Wirksamkeit der derzeit verfügbaren COVID-19 Impfstoffe habe und daher eine generelle Impfpflicht mit diesen Impfstoffen vollkommen inakzeptabel finde.

Können Sie sich an die Impfaktion im Bezirk Schwaz/Tirol im Frühjahr 2021 erinnern, in der innerhalb kürzester Zeit ein großer Teil der Bevölkerung (Bürgermeister Hans Lintner sprach im Juli 2021 von 80% der impfbaren Bevölkerung)(1) mit dem Impfstoff von Biontech Pfizer versorgt wurde?

In diversen Medienberichten(2)(3) wurden die Ergebnisse dieser Studie präsentiert und die Massenimpfung als wirkungsvolle Maßnahme dargestellt.

Nun, ich kenne die Details dieser Studie nicht, aber was mir wirklich Kopfzerbrechen bereitet, ist die Tatsache, dass aus der Darstellung „Todesfälle Tirol“ im Ages Dashboard(4) (Stand 29.12.2021 14:02:01) ganz offensichtlich hervorgeht, dass erstaunlicherweise nun der Bezirk Schwaz jener welcher ist, in dem (mit 164,6 pro 100.000 EW – im Zeitraum 27.02.2020 bis 29.12.2021) die meisten Todesfälle zu verzeichnen sind.

Unter diesem Gesichtspunkt können Sie es mir nicht verübeln, dass sich bei mir gewisse Zweifel an der Glaubwürdigkeit der vorhin erwähnten Studienergebnisse auftun und ich Sie – bevor Sie über eine etwaige Impfflicht abstimmen – bitte, folgende Frage gründlich zu klären:

Wie kann es sein, dass uns die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe zu alternativlosen „Gamechangern“ in dieser Pandemie verkauft werden, wenn in der Modellregion Österreichs schlechthin, in der durch die frühe Massenimpfung mit dem so gerne als „Mercedes unter den Impfstoffen“ bezeichnetem Präparat die niedrigsten Todeszahlen zu erwarten wären, nun aber die aktuelle Statistik genau ins Gegenteil schlägt und (zumindest bundeslandweit) die höchste Anzahl an Todesfällen dokumentiert wurden?

Belassen wir es bei dieser Impfung doch bitte bei einer Freiwilligkeit und bemühen wir uns, wieder einen offenen Diskurs zuzulassen und auch die Lösungsmöglichkeiten und aufgezeigten alternativen Wege (z.B. einer frühen Therapie) der vielen, renommierten Experten – die aufgrund eines komplett ausgearteten Glaubenskrieges allesamt diffamiert und mundtot gemacht wurden – auszuprobieren.

Unsere Gesamtsituation ist hinreichend komplex, daher ist es für mich mehr als schlüssig, das auch der Weg aus dieser Situation kein eindimensionaler sein kann.

Mit bestem Dank für Ihre Arbeit und freundlichen Grüßen verbleibt,"

A. S.

(1) https://www.kleinezeitung.at/oesterreich/6014148/Studie-zu-Modellregion_Schwaz-als-Argument-gegen-eine-Impfpflicht
(2) https://www.tt.com/artikel/30797225/massenimpfung-im-bezirk-schwaz-war-wirkungsvoll
(3) https://www.medmedia.at/im-fokus/corona/ergebnisse-von-durchimpfungsstudie-in-schwaz-tirol-liegen-vor/
(4) https://covid19-dashboard.ages.at/dashboard_Tod.html

Stellungnahme von

Steinfeld, Gernot

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