Stellungnahme zu Ministerialentwurf
Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz über die Impfpflicht gegen COVID-19 (COVID-19-Impfpflichtgesetz – COVID-19-IG)
Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlamentsdirektion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.
Inhalt
Sehr geehrte Damen und Herren,
in meiner Stellungnahme beziehe ich mich auf meiner persönlichen Erfahrungen mit der Impfung (Johnson & Johnson) sowie auf die Stellungnahme von ARGE Daten vom 29.12.2021, die meine Eindrücke hinsichtlich Marketingkampagnen (ich komme selbst aus diesem Bereich und habe daher Ahnung), Krisenmanagement sowie veröffentlichten Zahlenmaterials inkl. einseitiger Berichterstattung unterstreichen.
Vorab schon mal: Ich bin nicht gegen Impfungen per se, sondern gegen eine allgemeine Impfpflicht, denn ich kenne viele Leute, die wirklich Angst davor haben (ob berechtigt oder nicht, sei jetzt mal dahingestellt). Auch meine Erfahrungen würde ich nicht gerade als positiv oder vertrauenserweckend bezeichnen - eher als erschreckend. Ebenso kenne ich zumindest eine Person, die (vermutlich) bleibende Schäden nach der ersten Impfung mit Biontech Pfizer davongetragen hat, weil die (ausgesprochen unangenehmen) Symptome zeitnah zur Impfung zum ersten Male aufgetreten sind und eventuell dadurch eine bleibende Krankheit ausgelöst wurde. Die Ärzte halten sich zwar bedeckt, wollten die Impfung als Ursache aber auch nicht völlig ausschließen.
Zu der Stellungnahme von ARGE Daten ersuche ich um vollumfängliche Aufklärung zu den darin enthaltenen Fakten und Vorwürfen, die sich mit meinen Recherchen, meinem Zahlengefühl und gesunden Hausverstand decken.
Ergänzend dazu meine eigenen Erfahrungen und Fragen:
1) Woher nehmen Sie meine Daten? Wieso glauben Sie, dass lt. DSVGO ein Abgleich so sensibler persönlicher Daten gerechtfertigt ist? Aus meiner eigenen beruflichen Tätigkeit weiß ich, wie mit Gesundheitsdaten umzugehen ist, d.h. diese sollten striktester Geheimhaltung unterliegen. Ich ersuche hier eine ganz genaue Erläuterung, wie die Daten zusammengeführt werden und warum Ihre Vorgehensweise nicht dem Datenschutzgesetz unterliegt.
2) Ende Juli habe ich mich mit Johnson & Johnson impfen lassen. Einziger Anreiz dazu war, dass es in der Werbekampagne hieß, dass wenn man sich EINMAL impfen lässt, ausreichend geschützt sei. Von Auffrischungen oder Boostershots oder unter welcher Bezeichnung Sie auch immer Folgeimpfungen (jetzt sogar schon in Form eines Impf-Abos) vermarkten, war damals keine Rede! Diese Fehleinschätzung war wohl wieder mal ein "kleiner Irrtum" Ihrer Experten - wie schon so oft. (BTW: Worin sich die "kleinen Irrtümer" der Experten von Fake News unterscheiden, erschließt sich mir nicht wirklich.)
Nach der Impfung litt ich unter sehr starken Impfreaktionen. Dies war für mich insoferne überraschend, da ich noch nie bei einer Impfung irgendwelche Nachwirkungen verspürt hatte (außer einem schmerzendem Arm).
Ich hatte drei Tage lang über 40 Grad Fieber, bin zu Hause (alleine lebend) mit Kreislaufkollaps zusammengebrochen und war insgesamt fast zwei Wochen rekonvaleszent (mit Erschöpfungserscheinungen usw). Dazu kam, dass mich der Arzt, der bei mir die Impfung vorgenommen hat, vor starken Kopf- oder Bauchschmerzen wegen der Thrombosegefahr gewarnt hat. Und das bei jemandem, der unter regelmäßigen Migräneattacken leidet!!! Ich hatte drei Wochen wirklich panische Angst, weil ich nicht wusste, wie man eine Gehirnthrombose von meiner Migräne unterscheiden kann.
Als die 3 Wochen (die als für die Thrombosegefahr maßgeblich genannt wurde) endlich vorüber waren, war ich richtig erleichtert, jetzt endlich mit diesem Impf- und Coronathema Ruhe zu haben und geschützt zu sein.
Bis ich ein Schreiben von Dr. Mückstein erhielt, dass eine Auffrischung dringend empfohlen sei.
Deswegen frage ich Sie: Wie viel war ich nach der Johnson & Johnson Impfung wirklich geschützt und wie lange? Woher haben Sie die ursprünglichen Erkenntnisse, die eine einmalige Impfung versprochen hat? Und wieso glauben Sie, dass ich nochmals Ihren Erkenntnissen Glauben schenken würde, die anscheinend bereits schon hinsichtlich der Johnson & Johnson Impfung völlig daneben lagen? Wer sagt mir, ob ich überhaupt jemals richtig geschützt war und mich nicht (da ich mich ja in Sicherheit gewogen hatte und mich nicht mehr testen ließ) unnötigen Gefahren ausgeliefert und andere gefährdet habe?
Ich erwarte von Ihnen eine Garantie, dass Ihre Einschätzungen hinsichtlich der Impfungen vollumfänglich zutreffen, und zwar BEVOR eine Impfung (oder sogar ImpfPFLICHT ALLER) durchgeführt wird und nicht danach eine Richtigstellung! Und ersuche um Ihre Stellungnahme dahingehend, welche Wirkung alle von Ihnen für die Impfpflicht zugelassenen Impfstoffe garantiert haben, wie lange die Wirkdauer garantiert ist, und inwieweit alle Menschen (alle Altersklassen, alle Vorerkrankungen berücksichtigt) garantiert geschützt sind und die Impfrisiken aufgeschlüsselt gegenübergestellt werden. Und ebenso erwarte ich von Ihnen eine wissenschaftlich fundierte, mit Zahlenmaterial untermauerte Stellungnahme, warum andere Impfstoffe (siehe Stellungnahme ARGE) nicht zugelassen wurden.
Danke
Elisabeth Niziolek