Stellungnahme zu Ministerialentwurf
Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem ein GSA-Gesetz erlassen und das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz, das Forschungsfinanzierungsgesetz sowie das Forschungsorganisationsgesetz geändert werden (GSA-Errichtungsgesetz)
Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlamentsdirektion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.
Inhalt
Sehr geehrte Damen und Herren!
Im Namen des hydrographischen Dienstes Steiermark, der in der Abteilung 14, Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit des Amtes der Steiermärkischen Landesregierung beheimatet ist, darf folgende Stellungnahme zum Gesetzesentwurf abgegeben werden:
Grundsätzlich wird der Inhalt dieses Gesetzesentwurfs befürwortet, es wird aber betont, dass für uns als Hydrographie die regionale Struktur der ZAMG in Form von Regionalstellen in den Bundesländern wichtig ist. In der Vergangenheit hat sich die Zusammenarbeit mit der Kundenservicestelle Steiermark bestens bewährt. Es liegt jedenfalls im Interesse des hydrographischen Dienstes sowie der gesamten Abteilung, auch in Zukunft Unwetterwarnungen sowie Prognosedaten für Niederschlag und Lufttemperatur von einem kompetenten Ansprechpartner zu erhalten, der mit den meteorologischen und topographischen Eigenheiten unseres Bundeslandes bestens vertraut ist. Insofern wird vermisst, dass die Wichtigkeit des Betriebes von Regionalstellen im Gesetzentwurf nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt ist.
Weiters wird zu bedenken gegeben, dass eine Namensänderung einer so bekannten Marke wie der ZAMG, die sich sowohl auf Behördenebene, aber auch in den Köpfen der Bevölkerung entsprechend etabliert hat, nicht einfach durch einen englischen Namen ersetzt werden sollte. Auch eine nichtssagende Abbreviatur für die fusionierten Institutionen wie GSA ist nur wenig aussagekräftig, unserer Meinung nach sollte der Namen der bekannteren Gesellschaft übernommen werden, wobei aus Geodynamik Geologie werden könnte, nämlich: ZAMG - Zentralanstalt für Meteorologie und Geologie.
Aus Sicht des hydrographischen Dienstes Steiermark mag eine Zusammenlegung von Meteorologie und Geologie gewisse Synergien bewirken, allerdings hätte eine bereits in der Vergangenheit angestrebte Fusion der drei staatlichen Wetterdienste noch eher einen gemeinsamen Nutzen erwarten lassen.
Mit freundlichen Grüßen
DI Dr. Robert Schatzl
Amt der Steiermärkischen Landesregierung
Abteilung 14, Wasserwirtschaft, Ressourcen und Nachhaltigkeit
Referat Hydrographie