Stellungnahme zu Ministerialentwurf
Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz über die Wiener Zeitung GmbH und Einrichtung einer elektronischen Verlautbarungs- und Informationsplattform des Bundes – WZEVI-Gesetz
Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlamentsdirektion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.
Inhalt
Sehr geehrte Damen und Herren,
auf diesem Wege möchte ich es dokumentieren, dass mit Stand 26.11.2022 auf der Plattform mein.aufstehn insgesamt 16.687 Personen eine von mir initiierte Petition für den Erhalt der Wiener Zeitung als Tageszeitung unterschrieben haben. Des Weiteren haben 9.005 Personen eine von Franz Filiafer gestartete Petition zum selben Thema unterschrieben. Wenn man hierbei die konservative Schätzung vornimmt, dass 4500 Personen beide Petitionen unterschrieben haben, ergeben sich daraus dennoch insgesamt weit über 20.000 Unterschriften für das Weiterbestehen der Wiener Zeitung.
Die beiden Petitionen finden Sie hier:
1) https://mein.aufstehn.at/petitions/retten-wir-die-wiener-zeitung-vor-der-einstellung?source=homepage&utm_medium=promotion&utm_source=homepage
2) https://www.change.org/p/aufruf-zur-rettung-der-wienerzeitung-unverzichtbar-seit-1703-wkogler
Der Text der von mir initiierten Petition auf mein.aufstehn lautete:
"Sehr geehrte Frau Raab,
sehr geehrter Herr Kogler,
retten Sie die im Eigentum der Republik befindliche Wiener Zeitung vor der drohenden Einstellung!
die Wiener Zeitung ist einer von wenigen Leuchttürmen im österreichischen Journalismus: Eine Zeitung, die sich einer möglichst sachlichen und aufgeklärten Berichterstattung verschrieben hat und dabei von einer jungen und engagierten Redaktion geführt wird, was gerade in einer zunehmend von hitzigen und teils verlogenen Diskussionen auf Social Media geprägten Zeit nicht zu unterschätzen ist.
Nun soll die Wiener Zeitung in ihrer Printausgabe laut Informationen des STANDARD womöglich bald eingestellt werden. Denn: Die Pflichtveröffentlichungen im Amtsblatt, die die Zeitung bisher finanziert haben, fallen bald weg.
Lassen Sie es nicht zu, Frau Medienministerin und Herr Vizekanzler, dass das Ende der Pflichtveröffentlichungen zum Ende einer Institution des Qualitätsjournalismus in Österreich wird und berufen Sie vielmehr so bald wie möglich eine Arbeitsgruppe aus angesehenen MedienexpertInnen ein, die ein neues und innovatives Finanzierungsmodell für die Wiener Zeitung entwickeln sollen – beispielsweise die Einbeziehung der Wiener Zeitung in das öffentlich-rechtliche Finanzierungsmodell."
Ich würde Sie bitten, die beiden Petitionen zu berücksichtigen und der traditionsreichen Wiener Zeitung eine Chance als vollwertiges Nachrichtenmedium zu geben, das online tagesaktuell und in Print zumindest wöchentlich erscheint.
Mit freundlichen Grüßen
Raffael Reithofer