Stellungnahme zu Ministerialentwurf
Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem das Suchtmittelgesetz geändert wird
Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlamentsdirektion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.
Inhalt
Aus Sicht des Kompetenzzentrums Sucht der Gesundheit Österreich GmbH sind die beiden Novellen zu begrüßen. Die wegen der COVID-19 Pandemie getroffenen Regelungen haben sich in der Praxis gut bewährt. Das wurde auch in einer Studie im Rahmen des Projekts „Suchtbehandlung in der Krise“ nachgewiesen.
Durch die geplante Umstellung auf einen elektronischen Datenaustausch zwischen Amtsarzt und behandelnder Ärztin bzw. behandelndem Arzt wird die Bürokratie für die Patient:innen wesentlich verringert. Dies könnte ein Faktor sein, welcher die In-Treatment Rate erhöht und die Stigmatisierung von Personen in Opioidsubstitutionsbehandlung verringert. Die Erarbeitung dieser Lösung wird aber noch einige Zeit dauern.
Eine zwischenzeitliche Rückkehr zum System vor der Pandemie könnte zu Behandlungsabbrüchen und zu einer Überlastung des Systems führen. Die zwischenzeitlich Beibehaltung des während der COVID-19 Pandemie erarbeiteten Lösung ist daher zu befürworten.