Stellungnahme zu 295/A (178/SN)

Stellungnahme

Stellungnahme betreffend den Antrag 295/A der Abgeordneten David Stögmüller, Kolleginnen und Kollegen betreffend ein Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz über den Schutz vor Konversionsmaßnahmen und konversiv-reparativen Praktiken (Konversionsmaßnahmen-Schutz-Gesetz – Konv-Sch-G) erlassen wird

Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlaments­direktion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.

Inhalt

Dieses Gesetz birgt unabsehbare Gefahren, besonders wenn es auch für die geschlechtliche Identi-tät (Transkinder) gelten soll.
Die Therapie in jede Richtung soll erlaubt sein, jedoch nur nicht, dass man den Schutzbefohlenen hilft, sich mit ihrem biologischen Geschlecht zu versöhnen? Gerade in den letzten Jahren ist ein medizinisch nicht erklärbarer rasanter Anstieg besonders unter Mädchen zu beobachten, welche über ihre geschlechtliche Identität verwirrt sind. Medialer Hype, Ansehen in der Klasse, das Sehnen nach Aufmerksamkeit, psychiatrische Störungen etc. spielen da sicher mit hinein. Der überwiegen-de Großteil der Jugendlichen versöhnt sich bis ins Erwachsenenalter jedoch wieder mit seinem biologischen Geschlecht, WENN keine Hormonblocker verabreicht werden. Dies erreichen Eltern durch aufmerksames Abwarten. Jugendliche brauchen Zeit, um aus den Wirren der Pubertät her-aus- und in ihren neuen, erwachsenen Körper hineinzuwachsen. Aber das „Gesetz gegen Konver-sionsbehandlungen" würde ausgerechnet das aufmerksame Abwarten zur „Konversionsbehand-lung" verbieten.
Nicht nur das: Eltern, Ärzte und Psychologen würden sich sogar strafbar machen und kriminalisiert werden, wenn sie diesen Jugendlichen helfen möchten herauszufinden, was die wirkliche Ursache für ihre Gefühle sind. Und Hilfesuchende können sich durch das Werbe- und Provisionsverbot nicht informieren und Beratung und Hilfe auch nicht in Anspruch nehmen.
Dieses Gesetz lässt auch die wissenschaftliche Lage völlig außer Acht. Im April 2024 wurde ein um-fassender Bericht unter der Leitung der früheren Präsidentin des Royal College of Paediatrics and Child Health (UK), Hilary Cass, veröffentlicht. Sie berichtet, dass der Großteil der Studien über Transgender den wissenschaftlichen Standards nicht entsprechen (https://webarchive.nationalarchives.gov.uk/ukgwa/20250310143933/https://cass.independent-review.uk/home/publications/final-report/).
Ein Fall aus der Schweiz zeigt, dass Kinder gerichtlich aus den Familien herausgenommen werden, wenn Eltern keine soziale Transition oder Hormonblocker für ihr Kind wollen (https://adfinternational.org/de/kampagne/let-parents-care?utm_source=ADF+International&utm_campaign=1611f96dc8-DE_NL_Let_parents_care_update20241003&utm_medium=email&utm_term=0_7732cae558-1611f96dc8-391445305&mc_cid=1611f96dc8&mc_eid=7f49343e0e). Hier wird ein Keil in die Familien getrieben, Eltern und ärztliches Personal kriminalisiert, Kinder physisch und psychisch nachhaltig geschädigt, den wahren Ursachen für eine Geschlechtsinkongruenz wird nicht nachgegangen und eine Ideologie von oben herab über die gesamte Bevölkerung gestülpt!
In der europäischen Geschichte wurden bereits viele Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt und ihnen die Kinder weggenommen. Heute laufen wir wieder Gefahr unserer Kinder beraubt zu werden: weil wir langfristig für die Zukunft unserer Kinder das Beste wollen, wegen unseren ethi-schen Überzeugungen und Werten und wir einer Ideologie nicht zustimmen. Wollen wir wirklich in diese Richtung weitergehen!

Stellungnahme von

Fritz, Evelyne (6714 Nüziders)

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