Stellungnahme zu Ministerialentwurf
Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz zur Stärkung der Selbstbestimmung von unmündigen Mädchen an Schulen mittels Einführung eines Kopftuchverbots
Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlamentsdirektion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.
Inhalt
Als Frauenrechtsorganisation setzt sich Terre des Femmes Österreich dafür ein, dass Mädchen in Österreich frei und gleichberechtigt aufwachsen können. Das Kinderkopftuchverbot schützt Mädchen vor sozialem Druck, familiärem Zwang und der frühzeitigen Sexualisierung, die oft mit dem Tragen des Kopftuchs im Kindesalter verbunden sind.
Dieses Verbot richtet sich nicht gegen Religion, sondern gegen den Missbrauch religiöser Symbole, um Mädchen vorzuschreiben, wie sie leben sollen. Die Schule bleibt so ein neutraler Raum, in dem alle Kinder gleiche Chancen haben – unabhängig von Herkunft, Kultur oder Religion.
Wir begrüßen, dass die Bundesregierung und Bundesministerin Claudia Plakolm den Mut haben, Kinderrechte in den Mittelpunkt zu stellen. Gleichberechtigung beginnt im Kindesalter – und dieser Schutz ist ein wichtiger Schritt, damit jedes Mädchen in Österreich selbstbestimmt aufwachsen kann.
Mehr dazu: siehe unser Positionspapier „Kinderkopftuchverbot“