Stellungnahme zu Ministerialentwurf
Stellungnahme zu dem Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem das Schulunterrichtsgesetz und das Anstellungserfordernisse-Grundsatzgesetz geändert werden
Bei den Stellungnahmen handelt es sich nicht um die Meinung der Parlamentsdirektion, sondern um jene der einbringenden Person bzw. Institution. Mehr Informationen finden Sie in den Nutzungsbedingungen.
Inhalt
Stellungnahme zum Ministerialentwurf
Geschäftszahl: 2025-0.256.495
„Bundesgesetz, mit dem das Schulunterrichtsgesetz und das Anstellungserfordernisse Grundsatzgesetz geändert werden“ (13/ME XXVIII. GP – Ministerialentwurf)
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Verein EduCare gehört mit seinen Mitgliedern zu einem der bedeutendsten Vereinen im Bereich der Elementarpädagogik in Österreich. Die Gestaltung und Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für eine qualitative und hochwertige Bildung und Betreuung für jedes Kind steht im Mittelpunkt unseres Anliegens.
EduCare bedankt sich für die Möglichkeit einer Stellungnahme und erlaubt sich, fristgerecht zum Ministerialentwurf betreffend das Bundesgesetz, mit dem das Schulunterrichtsgesetz und das Anstellungserfordernisse Grundsatzgesetz, geändert werden, folgende Stellungnahme einzureichen.
Angesichts des bereits jetzt eklatanten Personalmangels im elementarpädagogischen Bereich ist es unerlässlich, möglichst differenzierte und durchlässige Bildungsangebote zu schaffen, um sich für das Berufsfeld der Elementarpädagogik zu qualifizieren. EduCare begrüßt aus diesem Grund die Maßnahmen des Bundesministerium Bildung bezüglich der Änderung des Schulunterrichtsgesetzes und des Anstellungserfordernisse-Grundsatzgesetzes. Die geplante Gesetzesänderung trägt dazu bei, dass unterschiedliche Zugangswege geschaffen werden. Zudem trägt die tertiäre Ausbildung zu einer Annäherung an den europäischen Standards bei.
Sie bietet des Weiteren mehrere Vorteile:
• Sie fördert eine reflektierte und bewusste Berufswahl
• Sie erhöht das Einstiegsalter und trägt so zu einer langfristigen Berufsbindung bei
• Sie wirkt dem Fachkräftemangel entgegen und kann regionale Personalengpässe entschärfen (vgl. Kobler et al. 2018; Smidt et al. 2020).
Darüber hinaus schafft die tertiäre Ausbildung die strukturellen Voraussetzungen, um den vielschichtigen Anforderungen im elementarpädagogischen Feld fundiert, professionell und wissenschaftlich basiert zu begegnen. Dies umfasst Bereiche wie Inklusion, Diversität, Kinderschutz, Bildungsqualität, Sprachförderung, frühkindliche Entwicklung, Bildungsgerechtigkeit sowie Eltern- und Familienarbeit.
Hochschulische Studiengänge leisten damit einen zentralen Beitrag zur Ausbildung qualifizierter elementarpädagogischer Fachkräfte. Sie tragen nachhaltig zur Professionalisierung und Qualitätsentwicklung in der elementaren Bildung in Österreich bei. Darüber hinaus fördern sie das Ziel, dass jedes Kind, das in Österreich eine elementare Bildungseinrichtung besucht, in dieser bestmögliche Anregung und Begleitung seiner Entwicklungs- und Bildungsprozesse erfährt.
Mit freundlichen Grüßen
Verein EduCare
Verein zur Förderung der Elementarbildung
Gemeinnütziger Verein für elementare und außerschulische Bildung
H: 0660/4148905
M: office@plattform-educare.org