chung und für die darauf folgenden Behandlungen, die da ansetzen, die bessere und geeignetere Maßnahme.
Präsident Michael Lampel: Zusatzfrage? – Bitte, Herr Bundesrat.
Bundesrat Gerd Krusche (FPÖ, Steiermark): Es ist ja bekannt, dass der Urologe nicht der Lieblingsarzt der Männer ist und sie eher ungern zum Urologen gehen. In diesem Fall kommt es natürlich dazu, dass dann bei vielen dieser PSA-Test überhaupt nicht oder unter Umständen zu spät gemacht wird.
Meine Frage in diesem Zusammenhang: Wird vonseiten des Ministeriums eine Evaluierung vorgenommen, indem untersucht wird, wie sich das auswirkt im Hinblick auf die Anzahl der Untersuchungen und das Ergebnis bei der Früherkennung von Prostatakrebs?
Präsident Michael Lampel: Bitte, Herr Bundesminister.
Bundesminister für Gesundheit Alois Stöger, diplômé: Herr Bundesrat! Das Gesundheitsministerium überprüft immer wieder: Welche Maßnahmen sind medizinisch geeignet? Wo kann man Verbesserungen herbeiführen? Wie wirken Vorsorgeprogramme? Solche werden immer wieder durchgeführt. Wir haben auch zum Beispiel im Obersten Sanitätsrat Diskussionen: Was ist angezeigt? Was macht Sinn? Was nützt den Patientinnen und Patienten am meisten? – Dieser Weg wird gegangen.
Ich habe mich sehr stark dafür eingesetzt, dass wir verstärkt die Anwendungsorientierung auch in der medizinischen Ausbildung verbessern, gerade wenn es darum geht, Krankheiten, die häufig auftreten, verhindern zu können, aber hiefür auch Behandlungsprozesse einzurichten.
Ich habe am Anfang gesagt, dass wir anhand der 15 wichtigsten WHO-Erkrankungen die Ärzteausbildung organisieren. Eine wichtige Erkrankung ist natürlich auch der Prostatakrebs. Dieser ist im Fokus des Gesundheitsministeriums beziehungsweise auch der medizinischen Wissenschaft, und wir sind ständig darum bemüht, die Qualitäten im Behandlungsprozess zu verbessern.
Präsident Michael Lampel: Weitere Zusatzfrage? – Bitte, Herr Bundesrat Mag. Gödl.
Bundesrat Mag. Ernst Gödl (ÖVP, Steiermark): Sehr geehrter Herr Minister! Verantwortung für die eigene Gesundheit und für einen gesunden Lebensstil zu übernehmen lernt man oder sollte man bereits in der Jugend lernen.
Daher stelle ich an Sie die Zusatzfrage: Welche Vorsorgeuntersuchungen sind für Kinder und Jugendliche nach Ende des Mutter-Kind-Pass-Programms bis zur Volljährigkeit vorgesehen oder in Planung?
Präsident Michael Lampel: Bitte, Herr Bundesminister.
Bundesminister für Gesundheit Alois Stöger, diplômé: Herr Bundesrat! Wenn man über Vorsorge und über Prävention redet, dann muss man sich die Frage stellen, ob eine Untersuchung immer das Geeignete ist. Vorsorge und Prävention bei Kindern und Jugendlichen kann etwas ganz anderes sein. Da geht es nicht immer um medizinische Fragen, sondern es geht darum, zum Beispiel Entwicklungsfragen von Kindern in den Vordergrund zu stellen. Es geht darum, zum Beispiel Ernährungsfragen in den Vordergrund zu stellen. Es geht oft, wenn man die Gesundheit der Kinder verbessern will, zum Beispiel darum, die Frage: Wie können sich Kinder bewegen?, in den Vordergrund zu stellen. Das wirkt gesundheitspolitisch mehr.
Ich denke, dass der Mutter-Kind-Pass eine wichtige Funktion erfüllt, nämlich gerade eine Hilfe für schwangere Frauen anbietet, auch für das Kleinkind eine besondere Versorgung anbietet. Aus meiner Sicht haben Screening-Programme in dieser Zielgruppe
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