BundesratStenographisches Protokoll870. Sitzung / Seite 89

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Ich weiß, dass die Debatte über die Neuorganisation der Bundessporteinrichtungen und das Anti-Doping-Bundesgesetz – wie nicht anders zu erwarten war – die Wogen eini­germaßen hochgehen lässt. Manches davon, auch an Kritik, ist verständlich, aber es ist auch absolut notwendig, die gesamte Bundes-Sportförderung zu reformieren, neu zu or­ganisieren und – wenn man es so sagen will – auch zu entrümpeln und zu vereinfachen.

Gleich vorab: Meine Fraktion wird diesem Gesetz die Zustimmung erteilen, denn das, was mit diesem Sportförderungsgesetz erreicht wird, ist, dass die Förderungen bei den Sportlerinnen und Sportlern ankommen. Nur so können bessere Bedingungen für Spit­zen-, Breiten- und Versehrtensportler geschaffen werden. Die Änderung des Anti-Do­ping-Gesetzes ist nicht nur ein wesentlicher Beitrag, sondern auch ein Bekenntnis zu sauberem Sport, nicht nur in Österreich, sondern auch international.

Aber zunächst zur Neuorganisation der Bundessporteinrichtungen und der Sportförde­rung. Ziel dieser Neuorganisation der Sportförderung ist die Einführung des One-Stop-Shop-Prinzips innerhalb einer Serviceeinrichtung, eben der Bundes-Sport GmbH. So sollen Synergieeffekte in allen Bereichen des österreichischen Sports geschaffen wer­den, egal, ob es sich beispielsweise um Sportanlageninfrastruktur, Leistungszentren oder um Großsportveranstaltungen handelt.

Was im Breitensport die Einführung der täglichen Turnstunde ist, die es nach einem ein­jährigen Schulversuch im Burgenland ab nächstem Schuljahr nicht nur in den burgen­ländischen Schulen, sondern in ganz Österreich geben wird, ist im Jugendsportbereich die Talentesuche. Und natürlich ist auch der Spitzensport auf eine gute Sportstättenin­frastruktur angewiesen. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass vieles an Grundlagenar­beit, gerade was die sportliche Grundausbildung von Kindern und Jugendlichen betrifft, in den Vereinen der verschiedensten Regionen und Gemeinden Österreichs geschieht. Um diesen meist ehrenamtlich geführten Vereinen auch die entsprechende Unterstüt­zung angedeihen lassen zu können, ist es wichtig, die Förderung für die Verbände auf solide Beine zu stellen.

Es ist aus meiner Sicht wichtig, dass die Förderungen möglichst unbürokratisch, effi­zient und transparent ausbezahlt werden. Dazu hat sich diese Bundeseinrichtung in die­sem Fall von einem Amt zu einer Serviceeinrichtung, zu einem Dienstleister weiter­ent­wickelt. Ich gratuliere Bundesminister Hans Peter Doskozil in Zusammenarbeit mit der Bundes-Sportorganisation zu diesem neuen Ansatz und den damit verbundenen Ver­besserungen. (Beifall bei der SPÖ.)

Ich möchte hier einige Punkte aufzählen: Mehrgleisigkeiten werden abgeschafft, die Ab­wicklung wird in eine schlanke GmbH ausgelagert, die Förderabwicklung soll im Sinne eines One-Stop-Shops erledigt werden, und die Öffentlichkeit wird über das Internet in­formiert, was zu einer gesteigerten Transparenz führt. Die Förderzeiträume werden von einem Jahr auf vier Jahre ausgedehnt, damit die Planungssicherheit von Vereinen und Sportverbänden gegeben ist. Und die Bundes-Sport GmbH ist auch für die Koordina­tion der Bundessporteinrichtungen und die sportmedizinische und sportwissenschaftli­che Betreuung des Bundes zuständig.

Aus meiner Sicht werden so optimale Voraussetzungen für eine enge Zusammenarbeit von Versehrten-, Breiten- und Leistungssport geschaffen. Jedenfalls ist eines wichtig: dass die Förderungen bei den Sportlerinnen und Sportlern ankommen. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)

18.30


Vizepräsident Mag. Ernst Gödl: Nächster Redner ist Herr Bundesrat Stögmüller. – Bit­te, Herr Bundesrat.

 


18.31.05

Bundesrat David Stögmüller (Grüne, Oberösterreich): Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir Grüne wollen in Ös-


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