Ich wünsche Ihnen wirklich alles Gute, nicht nur als Landeshauptmann und Bürgermeister, sondern natürlich auch als Vorsitzendem des Städtebundes. Bei der Landeshauptleutekonferenz braucht man, glaube ich, starke Nerven. Ich bin sehr froh, wenn Sie sich einmischen und auch uns im Bundesrat des Öfteren besuchen, damit die Wiener Perspektive nicht untergeht.
Alles in allem finde ich es bedauerlich, dass es bei einer Begrüßung des neuen Landeshauptmannes und Bürgermeisters lediglich um dessen Koalitionspartner und um Seitenhiebe auf diesen geht. Ich glaube, die Koalition in Wien funktioniert sehr, sehr gut. (Heiterkeit des Bundesrates Steiner.) Wir werden sehen – und das hat die Bundesregierung auch schon nach sechs Monaten gezeigt –, wie anders gefärbte Koalitionen dazu führen, dass diese sozialen Netze ausgehöhlt und nicht, wie in Wien, gestärkt werden.
In diesem Sinne: Sparen Sie sich – jetzt benutze ich einen Anglizismus – das permanente Wien-Bashing! Wien ist leider sehr oft Feindbild hier im Bundesrat (Bundesrat Krusche: Nur die Wiener Grünen!) – da waren ja die heutigen Meldungen fast schon freundlich und gemäßigt, deshalb musste wohl der Koalitionspartner für alles andere herhalten. Ich freue mich sehr, dass Sie da sind, und ich freue mich, wie gesagt, wenn Sie sich weiterhin einmischen und uns öfters hier im Bundesrat besuchen. – Vielen Dank! (Beifall des Bundesrates Stögmüller und bei der SPÖ.)
11.54
Präsident Reinhard Todt: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Bundesrätin Mag. Daniela Gruber-Pruner. Ich erteile ihr dieses.
Bundesrätin Mag. Daniela Gruber-Pruner (SPÖ, Wien): Sehr geehrter Herr Präsident! Lieber Herr Bürgermeister! Lieber Herr Landeshauptmann! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Gäste auf der Galerie und vor den Bildschirmen zu Hause! Ich sage es gleich vorweg: Ich bin eine sehr begeisterte Wienerin. Wie so viele in dieser Stadt, in diesem Bundesland, bin ich keine geborene Wienerin – ich bin ursprünglich aus Vorarlberg, wo es auch sehr, sehr schön ist (Beifall der Bundesräte Brunner und Mayer) –, sondern ich bin Wahlwienerin; ich habe sozusagen meine Leidenschaft für Wien konsequent umgesetzt. Ich muss auch dazusagen: Ich möchte nirgends anders als in dieser Stadt leben.
Dass das ganz viele Menschen genauso sehen und diese Meinung teilen, zeigt sich in der ständig wachsenden EinwohnerInnenzahl von Wien, speziell auch in meinem Heimatbezirk, in der Donaustadt, wo wir jährlich einen Zuwachs in einem Ausmaß haben, der vergleichbar mit größeren Städten in Österreich ist.
Ich kann mir als Donaustädterin die Lobautunneldebatte sparen; diese haben Edgar und Ewa schon stellvertretend geführt, daher kann ich das jetzt beiseitelassen.
Dass Wien die lebenswerteste Stadt der Welt ist, wurde jetzt schon mehrfach erwähnt. Ich kann das jeden Tag erleben und einfach nur bestätigen. Auch dass Wien kulturell einzigartig ist, bestätigen etwa die über 15 Millionen Nächtigungen durch Touristen und Touristinnen aus der ganzen Welt; das ist schon auch ein großes Lob an dieses Bundesland, an diese Stadt.
Wien ist aber zusätzlich auch ein außerordentlicher Wirtschaftsstandort. Das bestätigen uns nicht nur die Tausenden Pendler und Pendlerinnen, die jeden Tag aus Niederösterreich, aus dem Burgenland in unsere Stadt kommen, sondern auch die internationalen Firmenniederlassungen, die jährlich mehr werden.
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