BundesratStenographisches Protokoll883. Sitzung, 883. Sitzung des Bundesrates am 12. Juli 2018 / Seite 92

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Anstand, ein bisschen Gefühl für die Leute hätten, für Familien hätten, dann würden Sie alle, die Sie da sitzen, das Gesetz nicht unterstützen, denn jeder von Ihnen kennt einen solchen Fall. (Beifall bei der SPÖ. – Bundesrätin Mühlwerth – ans Präsidium tretend –: Was ist mit der Redezeit? – Ruf bei der ÖVP: Abdrehen! – Bundesrätin Mühlwerth: Es gibt eine freiwillige Redezeitvereinbarung von 10 Minuten! – Bundesrat Mayer – ebenfalls ans Präsidium tretend –: Dann bitten wir um eine Sitzungsunterbre­chung, wenn das nicht geklärt wird!)


Präsidentin Inge Posch-Gruska: Es gibt für alle Bundesrätinnen und Bundesräte eine freiwillige Redezeitbeschränkung von 10 Minuten, und ich bitte darum, dass wir diese freiwillige Redezeitbeschränkung von 10 Minuten auch einhalten. (Beifall bei Bundesrä­tInnen der ÖVP. – Bundesrat Bader: Er hat schon 15! – Ruf bei der FPÖ: Er hört sich selber gern reden! – Zwischenruf der Bundesrätin Mühlwerth. – Bundesrat Krusche: Das haben wir schon gehört!)


Bundesrat Jürgen Schabhüttl (fortsetzend): Wenn Sie mich ausreden lassen würden, wäre ich schon fertig. (Bundesrat Krusche: Das interessiert ja keinen! – Bundesrat Lin­dinger: Kollege Krusche, du hast 14 Minuten geredet!)

Ich möchte Ihnen unbedingt noch etwas sagen: Es gibt im Burgenland eine Pendler­vertretung, das Pendlerforum Burgenland, das aus ehrenamtlichen Mitgliedern besteht, die sich für die Pendlerinnen und Pendler, von denen es im Burgenland eine hohe An­zahl gibt, einsetzen. Sie lehnen – und das will ich unbedingt hier anbringen – die Vor­gangsweise hinsichtlich des im Nationalrat eingebrachten Initiativantrags zur Modifizie­rung des Bundesgesetzes, mit dem das Arbeitszeitgesetz, das Arbeitsruhegesetz und das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz hinsichtlich der Erhöhung der allgemein zu­lässigen Höchstgrenzen der Arbeitszeit von bisher 10 Stunden auf 12 Stunden pro Tag und von bisher 50 Stunden auf 60 Stunden pro Woche geändert werden sollen, strikt ab. Es gibt dazu eine Resolution: Die 60-Stunden-Woche sei ein Anschlag auf die Geldbörsen, auf die Lebensqualität, auf die Gesundheit der burgenländischen Pendle­rinnen und Pendler. (Bundesrätin Mühlwerth – erheitert –: Sag’s in ein Sackerl!) Das Pendlerforum Burgenland fordert eine sofortige Aufnahme von Verhandlungen statt des Drüberfahrens. (Bundesrat Spanring: Ist sicher ein roter Verein!)

Abschließend, liebe Kolleginnen und Kollegen: Sie haben es noch in der Hand, auch wenn Sie sich jetzt aufregen. (Bundesrat Samt: Aufregen tut ihr euch!) Sie können da­gegen stimmen, es kann noch neue Verhandlungen geben. (Ruf bei der FPÖ: Das wol­len wir aber nicht!)

Sie können heute auch noch etwas anderes unterstützen. Ich möchte noch einen Ent­schließungsantrag betreffend „gerechte Erreichbarkeit einer 6. Urlaubswoche“ einbrin­gen, Herr Vizekanzler! (Vizekanzler Strache: Was haben Sie die letzten 13 Jahre ge­macht?) – Ich spreche es ja nur an! (Vizekanzler Strache: Also jetzt mit der Flexibilität haben Sie ...! – Zwischenruf des Bundesrates Köck.)

Der Gesetzesvorschlag, der heute debattiert und abgestimmt wird, ist ja nicht sehr positiv für die Arbeitnehmer. Dafür suchen wir einen Ausgleich, und das soll die sechs­te Urlaubswoche sein. (Bundesrat Samt: Unwürdig! Unwürdig dieses Hauses! – Bun­desrat Brunner: Haben wir da jetzt einen Basar?)

Ich bringe daher folgenden Antrag ein:

Entschließungsantrag

der BundesrätInnen Reinhard Todt, Kolleginnen und Kollegen betreffend „gerechte Er­reichbarkeit einer 6. Urlaubswoche“

Der Bundesrat wolle beschließen:

 


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