Vizepräsident Dr. Peter Raggl: Vielen Dank.
Weil ich in der ersten Reihe Kopfschütteln gesehen habe: Wir haben noch 3 Minuten.
Ich bitte daher um eine weitere Zusatzfrage von Herrn Markus Leinfellner. – Bitte schön.
Bundesrat Markus Leinfellner (FPÖ, Steiermark): Herr Gesundheitsminister, wir wissen ja: Lernen auf Distanz, Heimarbeit, Heimunterricht stellen eine große Belastung dar, und bei großer Belastung steigt auch die Krankheitsanfälligkeit. Es gibt ja sicher bereits Studien über die negativen Auswirkungen. Mich würde interessieren: Wie setzen Sie im Bereich der Gesundheitsförderung in diesem Bereich die Schwerpunkte?
Vizepräsident Dr. Peter Raggl: Herr Bundesminister, bitte.
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Rudolf Anschober: Herr Bundesrat, wenn ich Sie richtig verstanden habe, meinen Sie Gesundheitsauswirkungen, Gesundheitsschutz im Bereich Homeoffice. Zu Hause zu arbeiten ist ja eines der wesentlichen Ziele im Bereich der Pandemie: dass wir da eine Trendwende zustande bringen und vielleicht das eine oder andere, was in der Entwicklung sowieso kommt – das ist ja ein genereller Trend –, vorwegnehmen. Ich glaube, der wirksamste Bereich von Gesundheitsschutz ist, dass wir klare, rechtliche Absicherungen erreichen und damit Sicherheiten schaffen. Wir haben ja, wie Sie wissen, gestern im Ministerrat ein Paket verankert, das genau das enthält: eine gesicherte Unfallversicherung, die dem gleichgestellt ist, was am herkömmlichen Arbeitsplatz in der Firma Realität ist; zweitens wird es entsprechende steuerliche Förderungsprogramme geben, unter anderem für entsprechendes gesundheitsschonendes Mobiliar.
Das sind aus meiner Sicht zentrale Bereiche, Sie haben aber grundsätzlich recht: Wir haben da sicherlich noch mehr zu tun.
Vizepräsident Dr. Peter Raggl: Vielen Dank, Herr Bundesminister.
Wir kommen nun zu einer abschließenden Zusatzfrage von Bundesrat Marco Schreuder. – Ich bitte darum.
Bundesrat Marco Schreuder (Grüne, Wien): Ich bin gespannt, wie man das in 30 Sekunden beantworten kann. (Heiterkeit des Redners).
Eine strategische Stärkung und nachhaltige Unterstützung von Gesundheitsförderung sind ganz wesentliche Elemente der Gesellschaft und des Gesundheitssystems. Wie will man da etwas erreichen?
Vizepräsident Dr. Peter Raggl: Bitte, Herr Bundesminister.
Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Rudolf Anschober: Es ist eine schwierige und gleichzeitig einfache Frage. Ich glaube, es geht nur mit einem entsprechenden Bewusstsein in der Bevölkerung. Das heißt, wir wollen Aufklärung in den Mittelpunkt stellen, die Bürgerinnen und Bürger als unsere Partner sehen, sie in diesem Prozess mitnehmen. Wir wollen die Botschaft transportieren, ihnen klarmachen und das Bewusstsein dafür fördern, dass der beste Gesundheitsschutz der ist, den man selbst anstrebt, den man selbst will, zu dem man selbst einen Beitrag für das – in Wirklichkeit – eigene Wohl leistet. Das bedeutet: Der Betroffene, die Betroffene sind unsere zentralen Partnerinnen und Partner.
Vizepräsident Dr. Peter Raggl: Vielen Dank, Herr Bundesminister! Wir sind jetzt pünktlich fertig geworden, ich bedanke mich noch einmal dafür. (Allgemeiner Beifall.)
Es konnten wirklich innerhalb der vorgegebenen Zeit alle Fragen beantwortet werden. Diese Fragestunde ist daher beendet.
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