steigt aus und ist innerhalb weniger Stunden am gewünschten Zielort angekommen, was mit der Bahn doch einen Tag oder, wenn die Entfernung sehr groß ist, manchmal sogar zwei Tage dauern könnte. Davon, wie lange man nach Russland fährt, wollen wir gar nicht reden.
Daher sollten wir immer abwägen: Was ist das Richtige? – Für die einen ist es richtig, die Gebühr nicht zu erhöhen, und dafür verlieren wir Arbeitsplätze; für die anderen ist es richtig, all die Umweltverträglichkeitsprüfungen und Lärmmessungen nicht durchzuführen. Dadurch haben es die Leute, die in Einflugschneisen wohnen, laut, und wir haben in anderen Bereichen noch viel mehr Schwierigkeiten.
Es ist für mich aber eigentlich der Beginn einer Belastungswelle, die uns sehr hart treffen wird, auch im Bereich der erneuerbaren Energien, im Hinblick auf die Frage, was mit all den Kurorten, all den Skiorten passieren wird. Was wird mit der Gastronomie passieren? – Wir sehen ja schon, dass die Gastronomie nicht so richtig anspringt. Das ist aber auch kein Wunder, denn es ist alles sehr viel teurer geworden und die Menschen haben weniger Geld.
Wir dürfen nicht davon ausgehen, wie viel die Menschen in diesem Bereich verdienen. Es sind jene Menschen, die sich ab und zu etwas gegönnt haben, denen das Geld jetzt fehlt, weil man die Miete erhöht hat oder weil sie ganz einfach für ein Auto mehr zahlen müssen, weil man sagt, Elektro ist das Richtige.
Wir werden in Zukunft also immer mehr abwägen müssen: Was ist richtig? Was ist für die Bevölkerung verträglich? Entweder lassen wir die Bevölkerung verarmen, oder wir machen all das mit Maß und Ziel. – Zurzeit fehlt mir das Maß. (Beifall bei der SPÖ.)
13.49
Präsident Dr. Peter Raggl: Zu einer Stellungnahme hat sich Staatssekretär Magnus Brunner zu Wort gemeldet. – Bitte.
Staatssekretär im Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Dr. Magnus Brunner, LL.M.: Herr Präsident, noch einmal Gratulation zur Übernahme der Präsidentschaft! Werte Damen und Herren Bundesräte! Ja, die Luftfahrt – es wurde schon erwähnt – war als Erste von der Krise betroffen, war am stärksten betroffen und wird wahrscheinlich auch noch am längsten von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sein. Nur eine Zahl, damit man sich die Dimensionen auch einmal entsprechend vergegenwärtigen kann: 2020 hat es einen Passagierrückgang von 70 Prozent gegeben.
Die regionalen Flughäfen – Christian, du hast es erwähnt – sind ganz besonders betroffen gewesen, beispielsweise durch den fehlenden Wintertourismus im Westen, vor allem in Salzburg und Innsbruck. Das hat dort natürlich zu Einbußen geführt, denn solche westlichen Regionalflughäfen machen das Geschäft eigentlich innerhalb von drei Monaten, während des Wintertourismus. Also da sieht man schon, welche Auswirkungen das schlussendlich hat.
Christian, du hast es erwähnt: Gerade diese Verbindungsvielfalt brauchen wir und braucht auch ein Wirtschaftsstandort – ein regionaler Wirtschaftsstandort ganz besonders –, es braucht auch die Konnektivität, also die Anbindungsmöglichkeit in die Welt hinaus. Es gibt eine Studie von Prof. Helmenstein, die ganz klar darlegt, welche Direktinvestitionen in einen regionalen Wirtschaftsraum entscheidend sind, und das sind genau diese Dinge, das ist die Anbindung in die Welt hinaus.
Was Kurzstrecken betrifft, um das vielleicht ein bisschen zu relativieren: 95 Prozent der sogenannten Kurzstrecken von Graz aus sind Umsteigeflüge in die Welt hinaus –
HomeGesamtes ProtokollVorherige SeiteNächste Seite