Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll66. Sitzung / Seite 23

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„Wie gestaltet sich der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen für die unter 3-Jährigen in den Bundesländern aufgrund der im letzten Jahr beschlossenen Artikel-15a-Vereinbarung, mit der der Bund insgesamt 305 Millionen € zur Verfügung stellt?“

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Präsidentin Doris Bures: Frau Ministerin, bitte.

 


Bundesministerin für Familien und Jugend MMag. Dr. Sophie Karmasin: Wir sind auch sehr gespannt auf die Auswertung der Kindertagesheimstatistik, die im Juni publiziert wird. Dann können wir die echten Erfolge und die zusätzlich geschaffenen Plätze messen. Vorher belaufen sich unsere Erkenntnisse „nur“ – unter Anführungs­zeichen – auf Gespräche mit Ländern und Gemeinden. Wir hatten erst kürzlich eine Gesprächsrunde mit Landesrätinnen, die uns berichtet haben, dass sie die Mittel zur Gänze abholen werden, jedenfalls was 2014 betrifft, was ja auch die größte Summe innerhalb dieser Artikel-15a-Vereinbarung war. Von dem her sind wir sehr positiv und optimistisch, dass wir da wirklich in der ersten Auswertung nach der Artikel-15a-Verein­barung einen Fortschritt erkennen werden. Und das Barcelona-Ziel von 33 Prozent Betreuungsquote bei den Null- bis Dreijährigen, wo wir laut Stand vom letzten Jahr bei 25 Prozent liegen, zu erreichen ist realistisch, kann als realistisches Ziel definiert und angestrebt werden.

 


Präsidentin Doris Bures: Zusatzfrage? – Bitte, Herr Abgeordneter Strasser.

 


Abgeordneter Dipl.-Ing. Georg Strasser (ÖVP): Es wird in diesen Tagen viel über Elementarpädagogik diskutiert, und ich darf feststellen, dass wir einen Männermangel in den Kindergärten und in den Horten haben. Haben Sie eine Idee, wie man diesem Männermangel entgegentreten kann? – Männer spielen in der Erziehung ja eine durchaus wichtige Rolle.

 


Präsidentin Doris Bures: Frau Ministerin, bitte.

 


Bundesministerin für Familien und Jugend MMag. Dr. Sophie Karmasin: Ganz genau. Ich denke auch, dass die Männer im Kindergarten einen weiteren Qualitäts­aspekt bringen und bringen sollten, denn sie sind in diesem Bereich, wie im ganzen Sozialbereich, wirklich unterrepräsentiert. Was das betrifft, planen wir beziehungsweise ist schon fixiert im Mai ein Symposion mit internationalen Experten in Innsbruck, um die Ursachen zu identifizieren und darauf aufbauend dann die nächsten Schritte zu setzen. Aber wir wissen, dass das Zivildienerprojekt, Beispiel Oberösterreich, hervorragend funktioniert, um Männer in den Beruf zu bekommen, so wie auch diverseste Kommuni­kationsaufgaben in den Ländern und in den Schulen, in den BAKIPs, um Männer zu begeistern.

 


Präsidentin Doris Bures: Wir gelangen nun zur 9. Anfrage, jener der Abgeordneten Steger. – Bitte.

 


Abgeordnete Petra Steger (FPÖ): Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Bundes­minis­ter! Auch bei dieser Steuerreform hat es die Bundesregierung nicht geschafft, die Bevöl­kerung finanziell zu entlasten. Im Bereich der Gegenfinanzierung der Steuer­reform sollen rund 500 Millionen € an Förderungen in Ministerien gekürzt werden. Wie und wo nun gekürzt werden soll und welche Förderungen eingefroren werden sollen, wurde noch nicht erwähnt. Laut Finanzminister Schelling gab es jedoch schon Ge­spräche mit den einzelnen Ministerien. Vielleicht ist es heute möglich, dass zumindest Sie, Frau Bundesminister, uns näher über die Gespräche und die Kürzungspläne informieren. Als Jugendsprecherin ist es für mich natürlich von besonderem Interesse, wie das im Bereich der Jugend ausschaut, denn gerade Jugendliche haben es in der


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