Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll113. Sitzung / Seite 264

HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite

den. Alles andere ist in den nächsten zwei Jahren nicht mehr erträglich. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)

19.21


Präsident Ing. Norbert Hofer: Zu Wort gelangt Frau Abgeordnete Mühlberghuber. – Bitte.

 


19.21.18

Abgeordnete Edith Mühlberghuber (FPÖ): Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Beim Sammelbericht des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen beziehe ich mich auf die Nummer 66 betreffend „Halbe-Halbe – Doppelresidenz“ für Trennungskinder oder mit einfachen Worten ge­sagt: glückliche Kindheit in zwei Haushalten.

Diese Bürgerinitiative ist nach Einholung der Stellungnahmen im letzten Ausschuss im November von allen Fraktionen außer der freiheitlichen zur Kenntnis genommen worden.

Seitens der Einbringer, der Unterstützerinnen und Unterstützer dieser Bürgerinitiative wird der Nationalrat ersucht, den „hauptsächlichen Aufenthalt“ der Kinder von getrenn­ten Eltern „aus dem Gesetz zu entfernen und gleichteilige Betreuung und einen gleich­teiligen Aufenthalt der Kinder bei ihren Eltern gesetzlich zu verankern“.

Warum soll das geändert werden? – Eine Trennung bedeutet nicht das Ende der Familie, sondern bringt lediglich die Notwendigkeit einer Neuorganisation mit sich. Der Liebe zu Mutter und Vater entsprechend hat das Kind zwei Zuhause und verbringt mit beiden Elternteilen gleich viel Zeit. Beide Elternteile übernehmen gleich viel Verant­wortung. Dem Kind wird damit die Chance geboten, Ausgleich durch unterschiedliche Mentalitäten, Wertigkeiten, Vorlieben und Regeln zu erfahren. Die Doppelresidenz, die bei dieser Bürgerinitiative gefordert wird und auch im Gesetz verankert werden soll, ist ein Betreuungsmodell und kein Besuchsmodell.

Aus vielen Studien und Befragungen geht hervor, und auch Experten heben immer wieder hervor, dass sich Kinder Liebe und Zuwendung von Mutter und Vater wün­schen. Sie wollen nicht zwischen Mutter und Vater entscheiden müssen. Sie wollen möglichst viel Kontakt zu beiden Elternteilen. Sie wollen keinen Streit zwischen den Eltern, und falls es doch dazu kommt, wollen sie nicht hineingezogen werden.

Ich zitiere Herrn Harald Werneck, er ist Entwicklungspsychologe an der Universität Wien, der sagt, „dass die Doppelresidenz im Regelfall das nach einer Trennung der Eltern für das Kindeswohl günstigste Referenzmodell darstellt.“

Zusammenfassend gesagt ist die Doppelresidenz die Fortführung der natürlichen Elternschaft und bietet Trennungskindern nachweislich die besten Entwicklungsmög­lichkeiten.

Wir sehen das Anliegen dieser Bürgerinitiative anders als die SPÖ. Aus unserer Sicht hätte diese Bürgerinitiative für das Wohl der Trennungskinder an den Justizausschuss zugewiesen gehört. (Beifall bei der FPÖ.)

19.24


Präsident Ing. Norbert Hofer: Nächste Rednerin ist Frau Abgeordnete Schenk. – Bitte.

 


19.24.37

Abgeordnete Martina Schenk (STRONACH): Herr Präsident! Hohes Haus! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich widme mich der Bürgerinitiative betreffend den Erhalt der Militärmusiken.

 


HomeSeite 1Vorherige SeiteNächste Seite