Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll128. Sitzung / Seite 323

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Riesenthema in Österreich. Wenn man sich anschaut, dass es bereits 1997 ein Gen­technik-Volksbegehren gab, das von über 1,2 Millionen Menschen unterschrieben wur­de und damit, falls ich nicht irre, unter den Top 3 Volksbegehren ist, dann sieht man schon, dass Österreich seit fast 20 Jahren, wenn man jetzt von dem Volksbegehren wegrechnet, eine Vorreiterrolle in diesem Bereich übernommen hat und auch aktiv über­nimmt mit unserem Minister, aber auch schon mit seinem Vorgänger Niki Berlakovich, der sozusagen das Selbstbestimmungsrecht in der EU initiiert hat. Wir haben jetzt also die Möglichkeit bekommen, dass wir selber entscheiden, was auf unseren Äckern, auf unseren Feldern angebaut wird.

Ein wichtiger Aspekt bei gentechnikfreien Produkten ist, wie ich meine, auch der Tou­rismus. Wir Tiroler leben sehr stark vom Tourismus. Auch dort stellt es, wie ich meine, einen Riesenmehrwert dar, wenn wir mit hochqualitativen Produkten aus der bäuerli­chen Landwirtschaft punkten können. Das ist auch ein Grund, warum viele Menschen nach Tirol kommen. Deshalb unterstützen wir gerne diesen Sechsparteienantrag. Ich glau­be auch, dass nahezu 100 Prozent der österreichischen Bevölkerung für gentechnik­freie Bereiche sind. Deshalb macht es Sinn, diesen Sechsparteienantrag heute zu be­schließen. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Ich will noch ein Wort an den Kollegen Feichtinger richten, der mit mir gemeinsam im Untersuchungsausschuss und auch im Umweltausschuss sitzt. Ich will ihm einfach al­les Gute für die Zukunft wünschen. – Vielen Dank. (Beifall bei ÖVP und SPÖ.)

23.17


Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Buch­mayr. – Bitte.

 


23.17.37

Abgeordneter Harry Buchmayr (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Bundesminister! Hohes Haus! Betreffend Gewährleistung von Gentechnikfreiheit in Österreich herrscht weitestgehend Übereinstimmung in allen Parteien und, man traut es sich ja fast nicht zu sagen, eine sehr gute Zusammenarbeit der Koalition zwischen Gesundheitsministerium und Umweltministerium.

So gab es am 25. April 2016 hier in Wien ein Treffen vieler EU-Länder mit dem Ziel, einen praxisnahen Austausch zu pflegen, eine gegenseitige Anerkennung nationaler Standards sowie eine inhaltliche Annäherung an gemeinsame Definitionen rund um das Thema gentechnikfreie Lebensmittel beziehungsweise Produkte zu erreichen. Schon längst sind gentechnikfreie Lebensmittel kein Nischenprodukt mehr, sondern für viele Konsumenten eine Voraussetzung.

Beteiligte Länder waren Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Slowenien und Ös­terreich. Ab Ende 2016 kommen Ungarn, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Belgien dazu. Ziel ist es, eine EU-weite Vergleichbarkeit der Standards bei gentechnikfreien Le­bensmitteln einzuführen. Österreich war bei diesem Thema immer eine treibende Kraft in Europa. Hervorzuheben ist die besonders gute Zusammenarbeit zwischen Bundes­minister Rupprechter und Bundesministerin Oberhauser. – Danke. (Beifall bei der SPÖ.)

23.19


Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Preiner. – Bitte.

 


23.19.20

Abgeordneter Erwin Preiner (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Minister! Kol­leginnen und Kollegen! GVO-Freiheit ist in Österreich ein wichtiges Thema, dem wir uns bereits vor geraumer Zeit gewidmet haben. Im letzten Umweltausschuss lag ein Ent­schließungsantrag der FPÖ zum Themenbereich Anbau und Einfuhrverbot von Gen­technikmais in Österreich vor. Ich möchte erwähnen, dass dieser Antrag bereits am


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