Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll134. Sitzung / Seite 14

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und sich vorstellen können, dieses Fach zu machen. Das Fach der Kinder- und Ju­gendpsychiatrie haben wir zu einem Mangelfach erklärt, um zu ermöglichen, dass mehr ausgebildet werden.

Was wir im Rahmen der Zielsteuerung machen, ist zu versuchen, auch die Planung von ambulanten Stellen in den österreichischen Strukturplan Gesundheit und damit in die regionalen Strukturpläne hineinzubringen. Wir sind gerade dabei, das zu verhandeln, weil mir sehr wohl bewusst ist, dass genau in diesen Fächern, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, Engpässe bestehen.

 


Präsidentin Doris Bures: Zusatzfrage, Herr Abgeordneter? – Bitte.

 


Abgeordneter Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): Es gibt ja auch in anderen Bereichen Un­terversorgungsprobleme. Was können Sie hinsichtlich der Zielsteuerung Gesundheit im Rahmen der Gesundheitsreform unternehmen, um Versorgungseinrichtungen, wie zum Beispiel Schmerzambulanzen, Schilddrüsenversorgungseinrichtungen, MRT, zu fördern oder sicherzustellen, dass diese Unterversorgung ausgeglichen wird?

 


Präsidentin Doris Bures: Frau Bundesministerin, bitte.

 


Bundesministerin für Gesundheit Dr. Sabine Oberhauser, MAS: Im Prinzip gilt dies­bezüglich die gleiche Antwort wie bei der vorigen Frage: Dem Bundesministerium für Gesundheit kommt, wie in vielen Bereichen, hauptsächlich die drängende, bohrende, moderierende Frage zu.

Zu den Schmerzambulanzen in den Spitälern: Sie wissen, die Länder sind meistens Trä­ger dieser Spitäler, und diese entscheiden, welche Ambulanzen gemacht werden. Wir wissen aber sehr wohl, und das wissen auch die Krankenkassen, dass wir im Rahmen der Schmerzversorgung Engpässe haben. Das heißt, wir versuchen darauf hinzuwei­sen, und wir haben bereits Reaktionen. In Wien werden für Schmerzambulanzen zwei Stellen für Ärzte, die sich damit auskennen, zusätzlich geschaffen. Wir haben es bei uns wieder in die Ausbildung hineingenommen, nicht nur für den Allgemeinmediziner, son­dern zum Beispiel auch für den Rheumatologen, für den Internisten, um Schmerzme­dizin jetzt einmal breiter in die Ausbildung zu integrieren.

Bei den Engpässen MRT, CT, Schilddrüsenambulanz bleibt mir nichts anderes, als da­rauf hinzuweisen, Zahlen vorzulegen – das haben wir. Wir wissen, dass wir bei der Schilddrüsenszintigrafie im Osten einen Engpass haben. Die Bundeszielsteuerungs­kommission hat daraufhin die Zahlen geändert. Wir haben aufgestockt, wir wissen jetzt, dass wir mehr Schilddrüsenuntersuchungen brauchen. Das heißt, es wird im Prinzip da­rauf hingearbeitet, und die Länder bauen auf.

Das heißt, meine Aufgabe ist es aufzuzeigen und zu versuchen zu moderieren; der Rest liegt in der Kompetenz der Länder, was den Spitalsbereich betrifft, und in der Kompe­tenz der Sozialversicherung, was den niedergelassenen Bereich betrifft.

 


Präsidentin Doris Bures: Damit kommen wir zur 3. Anfrage, jener der Frau Abgeord­neten Dr. Belakowitsch-Jenewein. – Bitte.

 


Abgeordnete Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ): Frau Bundesministerin! Sie wissen, im letzten Jahr haben wir einen enormen Ansturm an Asylwerbern gehabt. Al­lein durch diese Zahl ist es natürlich auch klar, dass sehr viele Menschen mit ver­schiedenen Krankheiten konfrontiert waren. Das hat unterschiedliche Gründe, einer­seits kommen sie aus Regionen mit schlechter ärztlicher Versorgung, dann waren sie vielleicht teilweise schon lange in Lagern, wo es diese nicht gegeben hat, Flucht – all das führt dazu, dass Menschen krank werden. Lageraufenthalt fördert natürlich, dass sich Krankheiten verbreiten.

Wir wissen, dass das Bundesministerium für jeden Asylwerber 77,73 € bezahlt. In die­sem Zusammenhang daher meine Frage:

 


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