Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll183. Sitzung / Seite 60

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Kollegin Schatz, wir brauchen aber auch Kinderbetreuungsplätze sieben Tage die Woche, damit junge Mütter mehr verdienen und auch länger arbeiten können, also nicht nur geringfügig beschäftigt sind. Kinderbetreuungseinrichtungen sind notwendig, die nicht am Freitagnachmittag zumachen und das die Mütter Samstag und Sonntag selbst regeln lassen. (Abg. Weninger: Wollen Sie denen noch die Bruttolöhne senken?)

Es braucht ein Umdenken in der Aus- und Weiterbildungspolitik, wir werden uns weiter damit beschäftigen. Ich bin überzeugt davon, dass es ein liberaler Ansatz ist (Abg. Weninger: Das ist ja das Problem!), den Menschen mehr Lebenschancen zu geben, Chancen, mit ...

 


Präsidentin Doris Bures: Herr Abgeordneter, ich mache Sie auf die Redezeit aufmerksam!

 


Abgeordneter Josef Schellhorn (fortsetzend): ... ihrer besseren Ausbildung auch Arbeit zu finden. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)

10.28


Präsidentin Doris Bures: Als Nächster gelangt Herr Abgeordneter Steinbichler zu Wort. – Bitte. (Abg. Schellhorn: Sie sind so streng!)

 


10.28.53

Abgeordneter Leopold Steinbichler (STRONACH): Sehr geehrte Frau Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Meine Damen und Herren auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! (Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult, auf der ein Containerschiff zu sehen ist.) Vorweg möchte ich einmal als Vater von vier verheirateten Kindern und Großvater von 14 Enkerln meine Dank­barkeit darüber ausdrücken, dass wir in diesem Land leben können, dass wir uns in diesem Land verwirklichen können, dass in diesem Land jeder und jede, der oder die möchte, Karriere machen kann. Ich bin dagegen, dass wir hier nur verordnen, dass wir entweder von Eliten sprechen oder anderen absprechen, dass sie es schaffen können. Ich denke, wir müssen diese Chancen sehen, die sich uns bieten. Wir müssen diese Chancen auch vermitteln, denn es hat keinen Sinn, Trübsal zu blasen. Das bringt uns nicht weiter.

Eines möchte ich vorweg sagen: Wir müssen den Begriff Arbeit neu besetzen. Dazu lade ich auch die Medien ein. Es kann nicht sein, dass am Montag in der Früh die erste Meldung von einem Reporter ist: Nur mehr vier Arbeitstage bis zum verdienten Wochenende! – Na, das ist ja die richtige Einstellung, wie wir in den Tag starten! Ich denke, wir sollten den Begriff Arbeit neu besetzen: Arbeit ist Lebensfreude, Arbeit ist Lebenssinn und Arbeit ist Lebensinhalt. Wer das bestreitet, hat den Begriff nicht begriffen. (Beifall beim Team Stronach.)

Ich darf bei dem Punkt ansetzen, den ich für ganz wesentlich halte: Im kommenden Wahlkampf werden wir über den ländlichen Raum, über die Erhaltung des ländlichen Raumes reden. Wir werden von all den Maßnahmen der beiden Regierungsparteien hören, was alles getan wird, was alles getan werden müsste und was gerade für Rie­senerfolge erreicht wurden. 14 Milliarden € Einsparung, von Leuten gesagt, die 20 Prozent arbeiten – das glaube ich überhaupt nicht! Ich spreche jetzt von der Präsenz bei den Außenministersitzungen; es sind ja die neuen Stars in Österreich, die sich im Ausland feiern lassen. Da gibt es einen alten Spruch: In der Weite ist leicht gelogen.

Eines darf ich in aller Deutlichkeit sagen: Ich möchte nicht diese Diskussionen – wie bei einer Veranstaltung am 20. Juni in den Redoutensälen in Linz –: Stirbt der ländliche Raum, stirbt das Dorf. Dann sitzt dort der Chef des Ennshafens am Podium, und


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