Nationalrat, XXV.GPStenographisches Protokoll197. Sitzung / Seite 125

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tativ hochwertig. In den vergangenen Jahren kam es auch dank einer Zusammenlegung und Vereinheitlichung mehrerer Schultypen zu einem drastischen Bildungsabbau.

Bildung ist ein Grundrecht, geschützt durch die gesetzliche Schulpflicht. Dieses Recht beziehungsweise diese Verpflichtung ist seitens des Gesetzgebers den jeweiligen Kom­petenzen und Bedürfnissen unserer Kinder und Jugendlichen anzupassen und nicht auf Kosten derer zu vereinheitlichen.

Die überbordende Zuwanderung und die mangelnde Integration von bereits Genera­tionen zugewanderter Fremder aus anderen Kultur- und Sprachkreisen, geschweige denn Bildungsniveaus führten und führen zu einer Situation, welche sowohl für Lehrer, Schüler als auch für die Wirtschaft unzumutbar ist.

Die Forderung der Grünen, wonach Homosexualität den Kindern in Lehrbüchern nä­her- und nahegebracht werden soll, ist Sittenbild für selbstzerstörende Bildungspolitik. Solch einen Unsinn wird auch eine OECD-Länderprüfung nicht empfehlen. Mit uns, der Freien Liste Österreich, wird es derartige Auswüchse sicherlich nicht geben.

Was soll hier denn eigentlich geprüft werden? Die wahren Probleme und Defizite liegen doch schon längst auf dem Tisch, werden allerdings von den eine Willkommenskultur fördernden Grünen überspielt, verharmlost und ignoriert. Sie beschäftigen sich lieber mit der Förderung fremder Kulturen oder eben ihren homosexuellen Genderschulbü­chern. Dieser Antrag ist zugunsten einer fundierten Bildungspolitik abzulehnen. – Dan­ke. (Beifall der Abgeordneten Barbara Rosenkranz und Schenk.)

15.34


Präsidentin Doris Bures: Als Nächster zu Wort gelangt Herr Abgeordneter Steinbich­ler. – Bitte.

 


15.34.26

Abgeordneter Leopold Steinbichler (ohne Klubzugehörigkeit): Frau Präsidentin! Ge­schätzte Kolleginnen und Kollegen! (Abg. Heinzl: Zah aun, Leo!) Sehr geehrte Zuse­herinnen und Zuseher auf der Galerie und vor den Fernsehgeräten! (Der Redner stellt eine Tafel auf das Rednerpult, auf der Orang-Utans vor einem gerodeten Wald zu se­hen sind.)

Ich darf noch kurz auf den Vormittag zurückkommen, weil ich beim Tierschutzgesetz leider keine Redezeit hatte, und noch einmal den Welttierschutztag erwähnen. Wir ha­ben zwar über alle gehandelten Tierarten gesprochen, aber nicht über Futtertiere, nicht darüber, was wir mit unserer Lebensweise aufführen, was die Konzerne zerstören. Ich glaube, heute ist dieser denkwürdige Tag, an dem auch wir hier darauf verweisen kön­nen. Ich lasse diese Tafel bewusst noch stehen, weil das mit Bildung zu tun hat, Kolle­ginnen und Kollegen. (Ruf bei der FPÖ: Für die Grundschule!)

Ich komme nun aber zum Thema Schule zurück und darf neben den zahlreichen Ana­lysen und Studien, die bereits gemacht wurden und wieder in Auftrag gegeben werden sollen, fragen: Wer spricht über die Praxis? – Ich darf mich hier einmal in aller Klarheit und in aller Deutlichkeit bei allen Lehrerinnen und Lehrern und bei allen Eltern und Erziehenden für diese super Leistung, die erbracht wird, bedanken. Ich habe nicht nur den Überblick aus den zahlreichen Gesprächen mit Eltern, sondern habe selbst von 14 Enkeln zehn aktiv in den verschiedensten Schultypen.

Kolleginnen und Kollegen, wenn hier einfach pauschal ein System schlechtgemacht wird und wenn dann davon gesprochen wird, welch unendlicher Druck herrscht und wie fürch­terlich es in der Schule ist, muss ich schon die Frage stellen: Ja was sollen denn dann für Leute herauskommen, die später im Leben, im Beruf ihren Mann und ihre Frau stel­len sollen? Das ist ja unerhört! Was wollen wir hier für ein Fundament für die Zukunft legen? – Das ist erschütternd, ja, erschütternd!

 


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