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Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb 1984 (UWG-Novelle 2018), Zivilprozessordnung, Änderung (58/ME)

Übersicht

Gesetzentwurf

Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem das Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb 1984 – UWG (UWG-Novelle 2018) und die Zivilprozessordnung geändert werden

Kurzinformation

Ziele

  • Verhinderung von Verstößen im Zusammenhang mit Geschäftsgeheimnissen durch eine Dritte/einen Dritten, die schwerwiegende Folgen für die rechtmäßige Besitzerin/den rechtmäßigen Besitzer des Geschäftsgeheimnisses haben können, da diese/dieser nach der Offenlegung den Zustand vor dem Verlust des Geschäftsgeheimnisses nicht wiederherstellen kann. Daher sind rasche und wirksame Maßnahmen zur unverzüglichen Beendigung des rechtswidrigen Erwerbs oder der rechtswidrigen Nutzung oder Offenlegung eines Geschäftsgeheimnisses vorzusehen.
  • Durch Konkretisierungen im Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), wie exakte Definitionen, Sicherstellung der Geheimhaltung von Geschäftsgeheimnissen während des Verfahrens, in Urteilsausfertigungen etc. soll der Schutz von Geschäftsgeheimnissen verstärkt werden.
  • Nach der bisherigen Rechtslage wurde oft auf ein Privatanklageverfahren verzichtet, da für die Unternehmerinnen/die Unternehmer die Gefahr zu groß schien, dass durch das Verfahren die Antragsgegnerin/der Antragsgegner letztendlich das gesamte Geschäftsgeheimnis in Erfahrung bringen könnte. Daher soll der verfahrensrechtliche Schutz der Geschäftsgeheimnisse dahingehend verbessert werden.
  • Erreichung eines reibungslos funktionierenden Binnenmarkts für Forschung und Innovation insbesondere dadurch, dass vor rechtswidrigem Erwerb und der rechtswidrigen Nutzung und Offenlegung von Geschäftsgeheimnissen wirksam abgeschreckt wird.

Inhalt

  • Die derzeit bestehende Rechtslage wird durch eine Gesetzesnovelle an die Richtlinie (EU) 2016/943 über den Schutz vertraulichen Know-Hows und vertraulicher Geschäftsinformationen (Geschäftsgeheimnisse) vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung (RL-GG) angepasst und ergänzt.

Hauptgesichtspunkte des Entwurfs

Mit der geplanten Gesetzesnovelle zum Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) wird die Richtlinie 2016/943/EU in innerstaatliches Recht umgesetzt. Die Richtlinie zielt auf eine effektivere Abschreckung gegen und Bekämpfung von Industriespionage und von Geheimnisverrat ab. Rasche und wirksame Maßnahmen zur unverzüglichen Beendigung eines rechtswidrigen Erwerbs oder der rechtswidrigen Nutzung oder Offenlegung eines Geschäftsgeheimnisses und Abgeltungsmaßnahmen werden vorgesehen.

Ziel dieser Gesetzesnovelle ist es, solche Maßnahmen und Verfahren gegen Verstöße zur Verfügung zu stellen, die fair und gerecht, nicht unnötig kompliziert und wirksam sowie abschreckend sind.

Redaktion: HELP.gv.at
Stand: 13.06.2018


Einbringendes Ressort: BMDW (Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort)

Datum Stand des parlamentarischen Verfahrens Protokoll
13.06.2018 Einlangen im Nationalrat  
13.06.2018 Ende der Begutachtungsfrist 27.07.2018  
30.07.2018 Übermittlung an das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort  
21.11.2018 Regierungsvorlage (375 d.B.)  

Schlagwörter 

Stellungnahmen

Die Begutachtungsfrist ist bereits abgelaufen.
Die Einbringung einer Stellungnahme oder Zustimmung zu einer veröffentlichten Stellungnahme ist daher nicht mehr möglich.


Stellungnahmen

21 Ergebnisse
Aktualisierung von Nr.
Aktualisierung 06.08.2018 von Bundesarbeitskammer (AK Österreich) Nr. 21/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von Österreichische Patentanwaltskammer Nr. 11/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft Nr. 20/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von BM f. Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz*Sektion I - Zivilrecht Nr. 19/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von Land & Forst Betriebe Österreich (LFBÖ)*Association of Austrian Land an Forest Owners Nr. 18/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von Gassauer-Fleissner Rechtsanwälte GmbH Nr. 17/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter, Bundesvertretung Richter und Staatsanwälte in der GÖD Nr. 16/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von Handelsgericht Wien Nr. 15/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von Österreichischer Rechtsanwaltskammertag*ÖRAK Nr. 14/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB) Nr. 13/SN-58/ME
Aktualisierung 27.07.2018 von Land Salzburg*Legislativ- und Verfassungsdienst Nr. 12/SN-58/ME
Aktualisierung 26.07.2018 von Industriellenvereinigung*Bereich Finanzpolitik & Recht Nr. 10/SN-58/ME
Aktualisierung 26.07.2018 von Amt der Tiroler Landesregierung*Verfassungsdienst Nr. 9/SN-58/ME
Aktualisierung 25.07.2018 von Amt der Niederösterreichischen Landesregierung*Landesamtsdirektion/Recht Nr. 8/SN-58/ME
Aktualisierung 24.07.2018 von Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) Nr. 7/SN-58/ME
Aktualisierung 24.07.2018 von BM f. Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz*Verfassungsdienst Nr. 5/SN-58/ME
Aktualisierung 24.07.2018 von Österreichische Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (ÖV) Nr. 6/SN-58/ME
Aktualisierung 23.07.2018 von BM f. Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz*Sektion I, Abt. 4 – Rechtskoordination und Verbindungsdienste Nr. 4/SN-58/ME
Aktualisierung 13.07.2018 von Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb Nr. 3/SN-58/ME
Aktualisierung 10.07.2018 von Amt der Vorarlberger Landesregierung Nr. 2/SN-58/ME
Aktualisierung 03.07.2018 von BM f. Europa, Integration und Äußeres*Völkerrechtsbüro Nr. 1/SN-58/ME