Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll49. Sitzung, 21. November 2018 / Seite 76

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kündigenden Neuwahl keinen Platz mehr hatte, nicht geschafft, in diesem Bereich ei­nen wirklichen Finanzrahmen, einen Finanzausgleich, der aufgabenorientiert ist, umzu­setzen. Die damalige Bundesregierung hat aber noch beschlossen, solches zu tun. Ganz konkret hat es also 2017 den Beschluss einer Bundesregierung gegeben, dass in den Folgejahren im Bereich des Kindergartenausbaus und -erhalts ein aufgabenorien­tierter Finanzausgleich beschlossen werden soll.

2018 war der Pilotstart geplant, und 2019 war die Ausweitung auf den Pflichtschulbe­reich geplant. Es ist weder 2017 noch 2018 in dieser Sache etwas passiert. Die Minis­terin hat auf meine Nachfrage geantwortet, dass sie nicht vorhat, das Thema weiterzu­verfolgen, und natürlich ist auch 2019 keine Ausweitung geplant.

Genau das ist aber ein zentrales Element. Wenn wir weg vom einmaligen Verteilen von Förderzuckerln für Gemeinden hin zu einem nachhaltigen Ausbau des Betreuungsan­gebotes kommen wollen, wenn wir hin zu mehr Wirkung bei den Kindern und weniger Wertung die Kopfbedeckung betreffend kommen wollen, wenn wir ernsthafte inhaltliche Debatten führen wollen, dann braucht es ein anderes Instrument als eine 15a-Verein­barung.

Deswegen stelle ich den folgenden Antrag:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen betreffend „mehr Pla­nungssicherheit beim Ausbau elementarer Kinderbildungs- und ‑betreuungseinrichtun­gen“

Der Nationalrat wolle beschließen:

„Die Bundesregierung und insbesondere der Bundesminister für Finanzen wird aufge­fordert, einen aufgabenorientierten Finanzrahmen im Rahmen des Finanzausgleichs umzusetzen, um eine treffsichere und wirkungsorientierte Verwendung der Gelder für den Ausbau und den Erhalt von Kinderbetreuungs- und -bildungseinrichtungen zu ge­währleisten. Dabei sollen auch Landesförderungen und 15a-Vereinbarungen miteinbe­zogen werden.“

*****

Wollen wir den Familien, wollen wir den Kindern, wollen wir den Gemeinden etwas Gutes tun, dann müssen wir langfristig und nachhaltig denken und das in eine Wir­kungsorientierung bringen und nicht nur einfach Geldzuckerl verteilen. Vielen Dank, meine Damen und Herren! (Beifall bei den NEOS.)

12.56

Der Antrag hat folgenden Gesamtwortlaut:

Entschließungsantrag

der Abgeordneten Michael Bernhard, Kolleginnen und Kollegen

betreffend mehr Planungssicherheit beim Ausbau elementarer Kinderbildungs- und be­treuungseinrichtungen

eingebracht im Zuge der Debatte in der 49. Sitzung des Nationalrats über den Bericht des Ausschusses für Familie und Jugend über die Regierungsvorlage (331 d.B.): Ver­einbarung gemäß Art. 15a B-VG zwischen dem Bund und den Ländern über die Ele­mentarpädagogik für die Kindergartenjahre 2018/19 bis 2021/22 (355 d.B.) – TOP 2

 


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