Nationalrat, XXVI.GPStenographisches Protokoll68. Sitzung, 28. März 2019 / Seite 24

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Wir haben eine generelle Regelung geschaffen, die die Lage vor allem der klein- und mittelständischen Betriebe und der Mitarbeiter dort erleichtert. Einen unmittelbaren Zu­sammenhang zum Thema der Digitalisierung im Sinne von mehr Crowdworking durch Flexibilisierung der Arbeitszeit sehe ich nicht.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Zusatzfrage? – Frau Abgeordnete Lintl, bitte.


Abgeordnete Dr. Jessi Lintl (FPÖ): Guten Morgen, Frau Minister! In Österreich hat eine ausgezeichnete Ausbildung für Fachkräfte eine lange Tradition. Das Modell der dualen Ausbildung wird immer wieder kopiert und im Ausland gelobt, trotzdem bekla­gen zahlreiche Firmen einen Fachkräftemangel.

Welche Maßnahmen setzen Sie, Frau Minister, um Lehrberufe wieder attraktiver zu ma­chen?


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte, Frau Bundesministerin.


Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Dr. Margarete Schramböck: Danke schön. – Ich freue mich ganz besonders, dass die Lehrlings­zahlen wieder steigen. Die Lehranfängerzahlen steigen wieder, seitdem wir ein stär­keres Augenmerk darauf richten, und das ist sicher ein gemeinsamer Erfolg, auch ge­meinsam mit den Betrieben.

Wie schauen diese Zahlen aus? – Per Ende Februar sind die Zahlen generell gestie­gen: die Zahl der Lehrlinge in Unternehmen um 2,7 Prozent, die Zahl der Lehranfänger sogar um 4,7 Prozent. Einen besonders großen Anstieg sehen wir bei der Zahl der Lehr­linge in den Unternehmen, und das ist ein ganz wichtiger Punkt.

Was wir geschaffen haben, ist eine Screeningstelle, ein Screening der Lehrberufsland­schaft. Wir schauen uns alle Lehrberufe sehr genau an, bis zum Jahresende sollen die­se gescreent und das mit neuen Inhalten gefüllt werden, denn ich glaube, dass heute jeder Maurer, jeder Bäcker, jeder Tischler ganz stark digitale Inhalte braucht. Ich weiß das aus eigener Erfahrung; in meiner Familie gibt es den einen oder anderen Tischler, Techniker oder die eine oder andere Technikerin, und die zeigen mir ganz klar auf, dass es mehr Digitalisierung braucht.


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Wir kommen zur 6. Anfrage, jener der Abgeord­neten Niss. – Bitte.

09.41.29


Abgeordnete Dr. Maria Theresia Niss, MBA (ÖVP): Guten Morgen, Frau Minister! Österreich ist ein Hochlohnland. Wir werden nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn wir jetzt die richtigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Arbeitsplätze und unseren Wohlstand abzusichern.

Forschung, Technologie und Innovation haben dank dieser Regierung zum ersten Mal wieder einen hohen Stellenwert. (Zwischenruf des Abg. Plessl. – Abg. Höbart – in Rich­tung Abg. Plessl –: Die Regierung ist gut unterwegs!) Es wird gerade ein Pakt für For­schung erarbeitet, der für eine langfristige Planbarkeit in diesem Bereich sorgen soll.

98/M

„Wie wird sich das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort in die von der Bundesregierung angekündigte Strategie für Forschung, Technologie und In­novation [...] einbringen?“


Präsident Mag. Wolfgang Sobotka: Bitte, Frau Bundesministerin.


Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort Dr. Margarete Schramböck: Ja, das ist uns sehr wichtig, weil wir, mein Ministerium, auch für die an­gewandte Forschung zuständig sind. Wir sind auf Platz zwei in Europa und liegen nur


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